Intourist Babelsberg

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Druzhba, wir sind ein Babelsberger Groundhopping-Kollektiv und wollen euch auf dieser Seite mit Fußball und Kultur aus der ganzen Welt versorgen.

Photos from Intourist Babelsberg's post 28/08/2026

21.08.2026 SC St. Tönis 1911/20 – Eintracht Frankfurt 0:11 (0:10) – Grotenburg-Stadion – DFB-Pokal –10.893 (5.700) Zs.

„Frankfurt, wir holen uns den Coupe des Coupes - Und du Schmock guckst nur dumm aus der Wäsche, sus - Mit uns hat man net gerechnet“
Warum dieser Einstieg? Zum einen, weil ich Celo und Abdi, die eng mit der Eintracht verbunden sind, einfach feiere und der Song vorhin aufm Fahrrad lief und zum anderen, weil ich am Tag der freien Ticketvergabe des SC St. Tönis, aber so was von dumm ins Leere starrte. „1.634 warten vor ihnen“, danke dafür.
Puh, ein Zug war bereits auf Verdacht gebucht, aber am Ende zahlte sich Beharrlichkeit und etwas Fortune doch aus, sodass ich eine Karte über das Kontingent der Eintracht erhielt. Der Fünftligist aus der Oberliga Niederrhein meinte es nämlich wirklich gut, indem er dem Cupsieger von 2018 die gesamte Nordtribüne und Teile der Westkurve zusprach.
Der SC St. Tönis hat sich zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte für den DFB-Pokal qualifiziert. Der Klub aus der Apfelstadt unterlag zwar dem MSV Duisburg im Finale profitierte allerdings davon, dass sich der MSV über die 3. Liga für den DFB-Pokal qualifiziert hat, sodass sie auch ein Pokal-Ticket sicher hatten.
Meins war auch sicher und wenige Tage vor der Partie im Briefkasten. Etwas Skrupel hatte ich schon im Bereich der Frankfurter Platz zu nehmen, aber notfalls schlage ich mich mit Celo und Abdi Zitaten durch den Tag. „Power Ranger kenn'n kein'n Rückwärtsgang“ dachte ich und weiß mich ja auch zu benehmen.
Der Vortag auf Arbeit gestaltete sich dinotastisch und Freitagmorgen entlockte mir die erste Herbstdeko ein heftiges Stirnrunzeln. Sommer Leute, aber die Vorfreude war groß auf diesen Trip gen Westen. Daran änderte auch der übervolle Zug nix sowie der Geräuschpegel der Schulkassen. Egal! Nach Ankunft nutzte ich die Zeit um mal etwas durch Duisburg zu tappern. Hatte ich Bock und der Bereich um den Innenhafen gefiel mir richtig gut. Einige Adlerträger liefen mir auch bereits über den Weg und als ich den Regio gen Krefeld bestieg, potenzierte sich das Ganze auf eine recht stabile Gruppe um Männer mittleren Alters mit „Duisburg und Frankfurt Hooligan Connection“- Shirts. Wilde Geschichten taten sich da neben mir auf und finde so was ja immer spannend: „Früher konntest du im Osten noch die Trabis umschubsen, aber heute“ Gut Kirschen Essen mit den Jungs net unbedingt, aber musste ich ja auch nicht.
Der kleine Tross entstieg, neben mir, am Krefeld-Oppum. Ein kurzzeitiger Schauer setzte ein, aber es ließ sich aushalten unter einem fetten Baum im Stadtpark Uerdingen.
Lange hielt ich es aber nicht aus, da ich dieses Ungetüm von Stadion natürlich betreten wollte. Uli Versal beschrieb es bereits in seinem Besuch des KFC vom 22.02.2025:
„Und dann erstmal Wow, der Aufgang Richtung Tribüne mit den großen alten Flutlichtmasten, die riesigen Stehwälle, einfach Wow und absoluter Gänsehaut Moment. Auch die beiden sanierten Tribünen auf den Längsseiten fügen sich harmonisch in das Ensemble ein.“
Muss ich nicht groß beschreiben, da ein klares Must See der deutschen Stadionlandschaft. Unbestritten eine Wucht, die historische Spiele auch auf europäischen Niveau gesehen hat.
Europäisch ist die Eintracht dieses Saison nicht. Schon überraschend wurde eine Berechtigung für die Spielzeit 2026/27 nicht erlangt, aber die Vorfreude schien trotzdem groß bei den Adlern zu sein.
Beim Betreten der Tribüne wechselte ich recht rasch nach Staunen in die Kurve, da die aktive Szene die Tribüne in Beschlag nahm und eine Choreo aufbaute.
Diese huldigte der Diva am Main generell sowie speziell der Vereinslegende Alfred Pfaff. Der Weltmeister von 1954 absolvierte 301 Ligaspiele und erzielte 103 Tore für die Eintracht. Mit ihm holte Eintracht Frankfurt 1959 den Meistertitel.
Schönes Motiv und lange Umsetzung, für dessen die Vorsänger auch die Leute aus der Kurve zum mitmachen akquirierten. Untermalt wurde das schöne Bild mit „Allez allez allez Eintracht Frankfurt allez“, was gut schepperte in dieser Oldschoolhütte und die Leute um mich herum nostalgisch in Erinnerung schwelgen ließ. Wehmütig erinnerte sich ein älterer Herr an Pokalschlachten im alten Waldstadion. „Fußball wie er sein soll“ proklamierten viele Fanszenen in den Partien der Ersten Runde, die ja ohne den VAR auskommt. Das passte heute.
Die Nordwestkurve optisch mit vielen großen Schwenkern präsent, setzte eher auf einfach gestricktes Liedgut mit teils guten Abgehmomenten. Die Version von Scooters „Always Hardcore“ erheiterte mich sehr. Im Laufe der ersten Halbzeit wurden auch die Zaunfahnen angebracht, während sich die Equipe auf dem Feld keinerlei Blöße gab und nach vier Minuten in Führung ging. Neun weitere Dinger folgten und zweistellig ging es in die Pause. Das gab es übrigens noch nie in der langen Pokalhistorie. Keine Zweifel auf dem Platz und auf den Rängen.
Von der riesigen Südtribüne, auf welcher die Gastgeber Platz nahem, kamen vereinzelte Gesänge, was völlig okay war.
In der Pause die Frankfurter bester Laune und gut am bechern und babbeln, aber bestens gelaunt - ohne sinnlose toilet wars - ob der souveränen Leistung, der Sonne und des Stadions. Da kann schon mal die fette Zigarre angeschmissen werden.
In Hälfte zwo die Stimmung etwas gelockerter und nicht mehr so durchschlagend, aber der Song „Willst du die Nordwest beben sehn, musst du ins Waldstadion gehn.Wenn dann alles tobt und fahnen wehn',und die Fans in ihrer Kurve stehn, dann singt ein jeder für seine Liebe, für Frankfurt am Main,“ auf die Melodie von „Sound of silence“ holte mich im Gegensatz zu vielen Standardliedern richtig ab. Auf dem Rasen wurden die Zügel ebenfalls etwas lockerer gelassen und es folgte lediglich noch ein Tor zum 0:11 Endstand.
Schöner Pokalabend vor stattlicher Kulisse, wenn sich St. Tönis meiner Meinung nach auch etwas Geld durch die Lappen gehen lassen hat. Ohne um den Orgaaufwand und die Beschaffenheit des Stadions zu wissen, aber ein zusätzlicher Block in der Stehkurve im Norden wäre doch noch möglich gewesen, oder? Stecke ich natürlich nicht drin. Das altehrwürdige Rund machte an dem Tag aber eine gute Figur und der Sportclub St. Tönis fungierte als guter Gastgeber.
Nach Abpfiff ertönte noch ein eingeharktes Pippi Langstrumpf gefolgt von einem „Berlin Berlin wir fahren nach Berlin“ Darf nicht fehlen! Schauen wir mal, wie weit es für die Frankfurter Eintracht geht und ob der „Coup der Coupes“ gelingt. In der Bahn gen Duisburg nicht wenige Reisende am Handy um den Waldhof zu verfolgen. Zum Weiterkommen der Quadratstädter reichte es ebenso wenig wie für meinen Umstieg in Duisburg, da eine halbe Stunde Verspätung angehäuft wurde – wie im Carl-Benz-Stadion – nur das im Zug keiner wusste warum.
Dennoch erreichte mich mein Ziel für den Abend und wurde standesgemäß mit einem DAB im Glas von J. abgeholt. Wir verlebten noch einen schönen Abend in der Dortmunder Nordstadt, so dass dieser Pokaltag zünftig zu Ende geführt wurde. (snidi)‚

Photos from Intourist Babelsberg's post 25/08/2026

22.08.2026 MKP CARINA Gubin – Zagłębie Sosnowiec 0:4 (0:2) - Stadion nad Nysą Łużycką - III liga, gr. III (4. Liga PL) - 250 Zs.

Ausflug ins östliche Nachbarland für Hulkhagen. Ausgewählt wurde ein richtiger Leckerbissen, denn der 15. der ewigen Tabelle der Ekstraklasa und viermalige Pokalsieger kündigte sich auf dem Nebenplatz zum Pflichtspiel in Gubin an. Verrückt. Und so bekam man während dessen Nachrichten wie diese „Die spielen doch nicht wirklich auf dem Nebenplatz gegen Zaglebie?“. Aber der Reihe nach. Ja, man staunte nicht schlecht bei der Ansetzung, aber was will man machen, wenn das Stadion gerade umgebaut wird. Warum dies nicht im laufenden Betrieb geschieht, schließlich wäre eigentlich genug Platz für alle während des Umbaus, das kann man nur mit „ist halt die Wundertüte Polen“ beantworten. Und so ging es ab Berlin mit dem Regio nach Cottbus und noch einmal im Dynamoland Südbrandenburg umgestiegen gen Guben. Da der Platz außerhalb mitten im Wald liegt, durfte Klapprad Zündi auch gleich seinen ersten Auslandsground einfahren. Vorher gab es aber noch einen kleinen Abstecher auf eine Pizza ins Gubiner Zentrum. Vorher wurde noch mal Bargeld aufmunitioniert, hierfür bietet sich übrigens die Bank Pekao an, nimmt diese nämlich anders als viele andere keine Gebühren beim Bargeldabheben (unbezahlte Werbung). Vor dem großen Stadioneingang wurde Zündi dann angeschlossen und es ging noch ein Stückchen durch den Wald. Hier sah man schon, dass der Nebenplatz absolut sporadisch genutzt werden soll. Auf Klo ging es 200 m aus dem Stadion raus zu Dixis mitten im Wald (da kann man auch hinterm Baum sein Geschäft erledigen) und der Eingang war auch nicht als solcher zu bezeichnen. Dann gab es noch eine dreistufige Stahlrohrtribüne, davon 10m überdacht und das war’s. Alle anderen Seiten waren nicht zugänglich. Dem entsprechend gab es keinen Gästeblock und auch keine Gäste, dafür aber etwa soviel Cops wie Zuschauer. Eine Hand voll Pfennigfuchser wollte auch die 20 Zloty Eintritt lieber in Piwo aus dem Zabka investieren und aus dem Wald aka Hintertorseite das Spiel schauen. Dies ging jedoch nur so lange gut, wie der Akku eines Cops für Candy Crush reichte, denn danach wurde nämlich wegen trinken in der Öffentlichkeit durchgegriffen. Pro Tipp an dieser Stelle: Powerbank. Anschließend ging es mit Zündi zurück gen Gubener Bahnhof, im Übrigen ganz ohne Grenzkontrollen auf deutscher Seite, Danke Alexander Dobrindt.

Photos from Intourist Babelsberg's post 24/08/2026

Im letzten Bericht hatte ich ja bereits von der etwas abenteuerlichen Anreise über Düsseldorf, Brüssel, Lille und London in Richtung Wales berichtet. Brüssel und Lille erwiesen sich dabei leider als fußballfreie Zone – zumindest was Spiele mit öffentlich zugänglichen Zuschauern betraf. Dafür entschädigten beide Städte mit ordentlich Atmosphäre, wobei gerade Lille bei mir einen bleibenden Eindruck hinterließ. Eine Stadt, die nicht nur hübsch anzusehen ist, sondern tatsächlich dieses gewisse französische Lebensgefühl ausstrahlt, bei dem man sich ziemlich schnell fragt, warum man eigentlich irgendwann wieder abreisen sollte.
Und wenn schon kein Fußball auf dem Programm stand, musste wenigstens der Weg zwischen den fußballfreien Stationen sinnvoll genutzt werden. Also wurde auf der Fahrt von Brüssel nach Lille kurzerhand in Gent ausgestiegen. Auf Empfehlung des Babelshoppers ging es – natürlich mit Gepäck und bei Temperaturen, bei denen selbst der Schatten irgendwann um Gnade bat – zu Fuß durch die flämische Stadt.
Was soll ich sagen? Gent ist ja wohl mal eine absolute Stadtperle!
Für mich tatsächlich sogar attraktiver als das allseits gelobte Brügge. Wunderschöne historische Gebäude, Wasser, Plätze, kleine Gassen und dazu eine Mischung aus Studentenstadt, Mittelalter und entspanntem belgischem Großstadtleben. Der Zwischenstopp war also nicht nur sinnvoll, sondern definitiv einer dieser ungeplanten Reisebausteine, die am Ende besonders positiv hängen bleiben.
Lirumlarum – irgendwann musste es dann aber doch weitergehen. Von Lille ging es mit dem Eurostar nach London. Und auch beim multinationalen Zuganbieter läuft bekanntlich nicht alles so, wie es sich ein Reisender wünschen würde. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit gehören offenbar nicht zwingend zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Nach rund vier Stunden Warten am Bahnhof Lille kam der Zug dann aber tatsächlich irgendwann und brachte mich nach London St. Pancras.
Von dort hieß es: Beine in die Hand nehmen!
Denn der nächste Zug nach Chester wartete am benachbarten Bahnhof London Euston. Und so wurde aus dem gemütlichen Eurostar-Reisenden plötzlich ein mittelmäßig trainierter Bahn-Sprinter, der mit Gepäck durch London hetzte. Ausgerechnet die Verspätung erwies sich diesmal allerdings als Glücksfall. Denn dadurch konnte ich den Schnellzug nach Chester nehmen und ohne weiteren Umstieg bis in den Norden reisen.
Manchmal muss die Deutsche Bahn ihre internationale Konkurrenz offenbar erst einmal in die richtige Richtung schubsen.
In Chester wurde ich wie versprochen abgeholt und kurze Zeit später war das Ziel erreicht: Rhos on Sea an der walisischen Nordküste. Einige Tage Wales lagen vor mir – traumhaftes Wetter, Burgen, Strände, Berge und vor allem: Fußball!
Denn mein letzter Wales-Besuch mit Giedrun, Melu, Weberowa und Tüll war wettermäßig eher in die Kategorie „biblische Plagen“ einzuordnen. Sturzregen hatte damals sogar für Spielausfälle gesorgt. Dieses Mal sollte es anders werden. Sonne satt und ein Spiel in Aussicht. Besser konnte es eigentlich kaum laufen.

14.07.2026 Llandudno Football Club - CPD Y Rhyl 1879 2:0 (1:0)
Testspiel Wales – Maesdu Park – 200 Zs.

Nach einem Tag voller walisischer Erkundungen – Burgen, Strände und sogar die Erklimmung des Snowdon – war es endlich soweit: Das erste Spiel der Wales-Tour stand an. Und das Ganze praktisch vor der Haustür.
Ziel war Llandudno, einer dieser walisischen Küstenorte, die aussehen, als hätte jemand ein englisches Seebad genommen und es an die walisische Küste gestellt. Mondän, gepflegt, touristisch und mit einer ordentlichen Portion viktorianischem Charme.
Der Fußballplatz passt dazu allerdings nur bedingt.
Der Maesdu Park überzeugt weniger durch architektonische Raffinesse als durch das, was Groundhopper an solchen Orten lieben: Spielfeldnähe, Containerbauten, eine großzügige Schankanlage und insgesamt genau diese wunderbar charmante Mischung aus „Das reicht doch völlig“ und „Warum sollte man hier eigentlich etwas verändern?“.
Dieses Pitch zu beschreiben, ist tatsächlich etwas schwierig. Deshalb schaut euch einfach die Bilder an und freut euch darüber, dass es solche Buden überhaupt noch gibt. Und das in einem Land, dessen Fußball längst nicht mehr ausschließlich aus kleinen Amateurplätzen besteht.
Der Eintritt war frei und dementsprechend hielt sich der bürokratische Aufwand angenehm in Grenzen. Keine komplizierten Drehkreuze, keine Sicherheitskontrollen, keine Ordnerschar, die einem erklärt, dass man seine Wasserflasche leider nicht mit hineinnehmen darf.
Stattdessen: Bier zapfen, Platz suchen und Fußball gucken.
Und zwar mit einem herrlichen Sundowner im Hintergrund.
Llandudno FC blickt auf eine lange Fußballgeschichte zurück. Bereits seit dem 19. Jahrhundert wird in der Stadt Fußball gespielt, der Verein war 1921 Gründungsmitglied der Welsh National League North und konnte in den folgenden Jahrzehnten einige regionale Erfolge feiern. In jüngerer Vergangenheit etablierte sich Llandudno sogar im Cymru Premier und kehrte für die Saison 2026/27 nach einem zwischenzeitlichen Aufenthalt in den unteren Spielklassen wieder in die höchste walisische Liga zurück.
Der Gast aus Rhyl war dagegen eine noch deutlich jüngere Erscheinung. CPD Y Rhyl 1879 wurde erst 2020 gegründet, versteht sich aber ausdrücklich als Fortsetzung der großen Fußballtradition der Stadt Rhyl. Der Name 1879 verweist dabei auf die lange Geschichte des Fußballs in Rhyl. Die „Lilywhites“ waren inzwischen in der zweiten walisischen Spielklasse, der Cymru North, unterwegs.
Und obwohl es „nur“ ein Testspiel war, hatte die Partie durchaus ihren Unterhaltungswert. Rhyl wirkte über weite Strecken spielerisch sogar wie die bessere Mannschaft und hätte nach meinem Eindruck durchaus als Sieger vom Platz gehen können. Nur mit dem Toreschießen wollte es beim Gast nicht so richtig funktionieren.
Llandudno machte es da wesentlich effizienter.
Nach einer halben Stunde fiel die Führung, und plötzlich stand es 1:0 für die Hausherren. Der Rest des Spiels plätscherte bei bestem Sommerwetter ziemlich entspannt dahin. Fußball, Bier, Sonne und keinerlei Anlass zur Hektik – Groundhopping kann manchmal erstaunlich einfach sein.
Für den einzigen echten Aufreger sorgte ausgerechnet der VAR.
In einem Testspiel in einem kleinen walisischen Stadion mit vielleicht 200 Menschen einen VAR zu erproben, hat ohnehin schon etwas herrlich Absurdes. Noch besser wurde es, als Entscheidungen beziehungsweise deren Kommentierung die walisische Seele auf Betriebstemperatur brachten.
Man hätte meinen können, hier ginge es um ein Pokalfinale und nicht um ein Vorbereitungsspiel an einem lauen Sommerabend.
Am Ende setzte Llandudno noch einen drauf. In der Nachspielzeit wurde ein Strafstoß verwandelt und damit der 2:0-Endstand hergestellt. Die offiziellen Spieldaten bestätigen das Ergebnis sowie die Treffer in der 39. und 90.+2 Minute.
Damit war der erste Ground der Wales-Tour erfolgreich eingesammelt.
Und eigentlich hätte dieser Abend kaum schöner sein können.
Ein kleines walisisches Stadion, freie Platzwahl, frisch gezapftes Bier, Sonne über der Küste, Fußball direkt am Spielfeldrand und im Hintergrund die Berge von North Wales. Genau für solche Abende fährt man schließlich mehrere tausend Kilometer.
Irgendwann musste aber auch der schönste walisische Fußballabend zu Ende gehen. Und so ging es leicht angeschwipst, aber glücklich, mit dem Linienbus zurück Richtung Rhos on Sea.
Natürlich nicht einfach auf direktem Weg.
Schließlich musste der Panoramaweg noch mitgenommen werden.
Ein bisschen Bewegung nach dem Bier kann ja schließlich nicht schaden.
Und so endete der erste Fußballabend in Wales genau so, wie ein Groundhopping-Tag eigentlich enden sollte: mit einem schönen Ground im Gepäck, ordentlich Sonne im Gesicht, einem leichten Schwips und dem guten Gefühl, dass die Reise gerade erst angefangen hatte. (Renier)

Photos from Intourist Babelsberg's post 21/08/2026

Die diesjährige Sommerurlaubsplanung hatte eine kleine, aber durchaus anspruchsvolle Bedingung für Renier und begann mit dieser Partie. Leider spielte ihm sein Handy Übel mit, weshalb die Bildauswahl dürftig ist und sich einmal beim VFL Bentrath sowie der Fortuna ein Bild geliehen wurde.

09.07.2026 VfL Benrath 06 – Fortuna Düsseldorf 1:12 (1:7) - BZA Karl-Hohmann-Straße - Testspiel - 4.320 Zs.

Sämtliche Faktoren wie Familienausflug ohne Flugzeug, Besuch bei Freunden in Wales und eine Woche Intensivhopping mussten irgendwie in die Ferienplanung des Landes Brandenburg passen.
Na gut – solche Planungen machen mir ja Spaß. Solange die Deutsche Bahn nicht allzu groß daran beteiligt ist.
Deshalb ging es gleich am ersten Ferientag mit der Person, die mich am längsten auf dieser Erde kennt, für ein verlängertes Wochenende nach Brüssel. Hauptziel sollte der Besuch des EU-Parlaments sein. Schon im Winter wurde dafür ein Flixtrain-Ticket für schlappe 9 Euro geschossen.
Und ich kann es gleich vorwegnehmen: Das lief tatsächlich alles perfekt.
Dank Oluv kamen wir pünktlich in Berlin-Spandau an und fuhren dort auch pünktlich los. Bis Düsseldorf lief alles wie am Schnürchen, sogar ein kleiner Getränkestopp in Hamm konnte noch völlig entspannt mitgenommen werden. Flixtrain – immer wieder gerne!
Durch Zufall spielte Fortuna Düsseldorf an diesem Donnerstag anlässlich des 120-jährigen Vereinsjubiläums beim VfL Benrath. Wenn sich ein Kreisligist aus dem Süden Düsseldorfs mit einem ehemaligen Bundesligisten und frisch abgestiegenen Drittligisten zusammentut, kann man als Groundhopper natürlich schlecht Nein sagen.
Ganz schön was los beim Kreisligisten aus dem Süden Düsseldorfs. Das lag natürlich zum einen an den Gästen der Fortuna, die leider gerade den bitteren Gang in die 3. Liga antreten mussten. Zum anderen hat der VfL Benrath aber auch eine ausgesprochen interessante Vereinsgeschichte.
Denn wer heute „Kreisliga“ hört, denkt vielleicht nicht unbedingt an einen Verein, der einst um die Deutsche Meisterschaft kämpfte und Nationalspieler hervorbrachte. In den 1930er-Jahren hätte Benrath mit etwas mehr Glück durchaus zu einem der großen Namen des deutschen Fußballs werden können. Einer dieser Nationalspieler ist sogar Namensgeber der Straße, an der das Stadion liegt.
Und dann gibt es da noch diese richtig geile Stadionperle: eine riesige Haupttribüne, dazu ovale Stehränge und jede Menge alte Fußballromantik. Genau für solche Plätze fährt man schließlich durch die Republik.
Bei extremer Hitze sollen offiziell über 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion gewesen sein. Ich möchte diese Zahl keinesfalls anzweifeln – aber ich hätte spontan noch mindestens 2.000 Menschen draufgelegt. Es war jedenfalls ordentlich voll.
Der Einlass war völlig unkompliziert. Das System der Getränkeversorgung hingegen wirkte bei dieser Menschenmenge und den Temperaturen doch ein wenig überfordert. Zunächst musste man an einem Stand Wertmarken für eine vorab festgelegte Summe kaufen, um anschließend mit dieser Wertmarke zum Getränkestand zu gehen.
Was ich grundsätzlich schon etwas frech finde, denn mathematisch kann sich das eigentlich gar nicht vernünftig ausgleichen. Irgendwo bleibt am Ende immer ein Restbetrag hängen. Bei dieser Hitze und den Menschenmassen führte das Ganze dann zusätzlich zu ziemlich viel Traffic.
Aber gut: kleiner Verein, Ehrenamt, außergewöhnliches Zuschaueraufkommen und für meine Sois und mich jetzt auch kein echtes Drama. Man kennt das ja. Groundhopping ist schließlich nicht immer All-inclusive.
Support gab es – wie so häufig bei Freundschaftsspielen – keinen nennenswerten. Dafür fielen die Tore praktisch im Minutentakt. So konnte man neben dem eigentlichen Fußballspiel wunderbar die Leute beobachten.
Und Düsseldorf ist bekanntlich links – und damit auf der richtigen Seite des Lebens. Das merkt man auch im Stadion. Recht bunt, ein bisschen punkig und auf den Shirts überwiegend Slogans, die eher weltoffen und zeckig daherkamen.
Wir suchten uns deshalb ein schattiges Plätzchen und genossen einfach diesen herrlich entspannten Fußballabend.
Nach dem Spiel ging es noch zu den Kassematten, um am Rhein ein wenig Fußball zu schauen und gleichzeitig zu erleben, wie die marokkanische Community ihre Siege feiert.
Ja, das ist dann tatsächlich noch einmal eine ganz eigene Liga.
Am nächsten Morgen sollte es entspannt weiter nach Brüssel gehen.
Ja, ja … wenn da nicht diese seltsame Deutsche Bahn wäre.
Der Zug Richtung Aachen hatte satte 45 Minuten Verspätung. Damit war der Anschluss nach Brüssel natürlich Geschichte. Zu allem Überfluss hielt der verspätete Zug dann nicht einmal in Aachen, sondern in Herzogenrath, um dort einfach wieder umzudrehen.
Alle Fahrgäste raus.
Warten.
Auf den Zug nach Aachen.
Natürlich war damit auch der zweite Anschluss weg.
In Aachen angekommen, erwartete uns ein riesiger Menschenauflauf – aber weit und breit kein Zug, der uns irgendwie sinnvoll weitergebracht hätte. Also erst einmal ein kurzes Entspannungsbier in einem netten Bistro am Bahnhofsplatz und anschließend die komplette Reiseplanung neu aufgesetzt.
Die Lösung: Regionalverkehr der Belgischen Bahn.
Und plötzlich war alles ganz einfach.
Züge fuhren.
Züge kamen pünktlich.
Tickets waren unkompliziert online zu bekommen.
Und das Ganze auch noch zu durchaus fairen Preisen.
Manchmal fragt man sich wirklich, warum Dinge eigentlich so kompliziert sein müssen.
Brüssel wurde schließlich doch noch erreicht und das Wochenende entspannt zwischen Atomium, Europaparlament und Altstadt verbracht. Meine anvisierten Testspiele der Brüsseler Vereine fanden leider allesamt unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Also musste Plan B her: Public Viewing in der Innenstadt und belgische Nationalmannschaft.
War aber auch ganz nett.
Bevor es für mich anschließend mit dem Eurostar über London weiter nach Wales gehen sollte, wollte ich noch eine Nacht in Lille verbringen. Natürlich nicht ohne auch dort auf ein kleines Testspiel zu hoffen.
Aber auch daraus wurde leider nichts.
Damit hieß es im Sommer 2026:
Kein Belgien und mal wieder kein Frankreich.
Aber immerhin ein schöner Auftakt, ein richtig guter Ground in Benrath, ein paar Tore zum Warmwerden und die Erkenntnis, dass Flixtrain manchmal zuverlässiger sein kann als die Deutsche Bahn.
Wie es dann über London weiter nach Wales ging und warum auch dort der Fußball natürlich nicht zu kurz kam, gibt es im nächsten Bericht. (Renier)

Photos from Intourist Babelsberg's post 19/08/2026

Spielbesuch mit Dokuempfehlung und Eintauchen in die Magdeburger Fußballwelt der 1990er Jahre. Das alles gibts nur hier ;)

16.08.2026 SV Fortuna Magdeburg - VfB Merseburg 0:6 (0:2) – Stadion Schöppensteg – Verbandsliga Sachen-Anhalt – 64 (13) Zs.

Eine Dokumentation des Mitteldeutschen Rundfunks nahm den Magdeburger Fußball der 1990er Jahre in den Fokus. „Als die Fortuna dem 1. FC Magdeburg gefährlich wurde“ (https://www.mdr.de/video/mdr-videos/reportagen-dokus/video-doku-magdeburger-fussball-neunziger-102.html) beschäftigt sich mit dem Abstieg des FCM nach dem Mauerfall.
„Immer wenn wir uns qualifizieren mussten, haben wir versagt“. So die Aussage zum Fall in die Viertklassigkeit Mitte der Neunziger. Als sei das nicht schon schlimm genug gewesen, erwies sich der Nachfolgeverein der BSG Turbine Magdeburg als gefährlich, da dieser wiederrum die andere Richtung einschlug. Fünf Aufstiege in Folge von 1992 an und die ausgewiesene Devise Fortuna 2000, welche zum Ziel hatte den bezahlten Fußball in den Magdeburger Norden zu holen.
Das erste Aufeinandertreffen zwischen dem Sportverein Fortuna und dem Club ergab sich am 31.10.1994 in Runde drei des Landdespokals. Vor 1.221 Menschen am heimischen Schöppensteg gelang es dem Emporkömmling mit 4zu2 siegreich vom Platz zu gehen. Das Vermächtnis in Gefahr? Fortuna gelang 1996 der Aufstieg in die Oberliga, wo neben Vereinen wie dem Meißner Sportverein, SC Weimar, den Zweitvertretungen des CFC und Carl-Zeiss, der Dresdner Sportclub sowie eben auch der 1. FC Magdeburg im Teilnehmerfeld zu finden waren.
Wir springen in das Jahr 1996. Die Oberliga, als vierthöchste Spielklasse des deutschen Fußballs, ging in ihre dritte Saison mit den beiden Vereinen aus der Domstadt. Fortuna erwischte direkt einen guten Start während der FCM strauchelte und bereits vorm Derby am achten Spieltag eine Trainerentlassung vornehmen musste. Autsch! Vor 10.000 Leuten im legendären Grube gewann der FCM nach Rückstand mit 2zu1. In die Winterpause ging der FCM als Tabellenführer, aber Fortuna lauerte in Schlagdistanz auf Rang drei.
Beim Rückspiel waren wieder mehr als 10.000 im Ernst-Grube-Stadion, da der SVF auf das Heimrecht verzichtete. Wieder gingen die Jungs vom Schöppensteg in Führung, aber am Ende rettete der FCM im dichten Schneegestöber zumindest einen Punkt.
Zum Saisonende packte der FCM den Aufstieg und sicherte sich, einen Punkt vorm DSC und zwei vor der Fortuna, den Platz an der Sonne der Oberliga Nordost Staffel Süd. Im Norden setzte sich im Übrigen der SV Babelsberg durch. Beide Landeshauptstädter stiegen somit in die, aus vier Staffeln bestehende, drittklassige Regionalliga auf.
Aus einer Fusion, die kurzzeitig im Raum stand bzw. Wunsch der Fortunen um die Sportstätten des 1. FCM nutzen zu können, wurde nix. Am Ende der Geschichte ist der Winner of Cupwinners Cup von 1974 klar der das Aushängeschild der Landeshauptstadt. In etwa vergleichbare Situationen in den 90er/00er Jahren, mit kleineren aufstrebenden sowie teils frechen Vereinen aus der Stadt, gerieten sowohl der USA-interne Konkurrent HFC Chemie oder auch die SG Dynamo aus Dresden.
Die Jahrtausendwende hielt für beide Vereine aus der Bördestadt allerdings nichts Gutes parat. Fortuna musste im Jahre 2000 den Gang in Liga sechs antreten und der Club verpasste im selben Jahr die Qualifikation für die neue zweigleisige Regionalliga und ging erneut runter in die Oberliga Nordost-Süd.
Den weiteren steinigen Weg kennen wir und die größten der Welt sind heute in der 2. Liga etabliert und werden gerne von uns besucht. Gestern konnte gar ein lockerer 3:0 Auswärtssieg an der Bremer Brücke eingefahren werden. Das Gleichgewicht ist wiederhergestellt und statt Fusion und Wechsel der Vormachtstellung wurde 2018 ein Kooperationsvertrag, zusätzlich zum Vertrag Partnerverein, besiegelt der vorrangig die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Nachwuchsbereich beinhaltet. Auf dem Sportplatz der Fortuna bewegen sich auch regelmäßig Leute mit FCM-Shirts oder Trikots .
Nun konnte ich mir endlich auch mal ein Bild machen vom Schöppensteg im Norden Magdeburgs.
Mal wieder in den RE1 und ich staunte nicht schlecht, dass die ODEG die oft gescholtenen Fahrgäste wieder mit Catering, in Form von Snacks, Softgetränken, Bier, Heißgetränken und sogar Schnaps versorgt. O-Ton: „Für die älteren Asbach-uralt und die jüngeren können kleinen Feigling erstehen“ haha
Bevor der Ball rollte, wollte ich noch ein paar Schritte gehen und war beeindruckt vom Gammel der Neustadt. Hatte was polnisches und die leeren Straßen und rauchenden Menschen am Fenster manifestierten den Eindruck. Heute wollte ich mir mal den Industriehafen anschauen, welcher mir richtig gut gefiel. Etwas vertrödelte ich die Zeit und bog ein paar Sekunden zu spät auf dem Sportplatz am Schöppensteg ein. Süß der kurze Weg durch die Gartensiedlung und die Kreuzung Poseidonweg/Nixe(n)weg. Auf letzteren muss eingebogen werden um das Stadion Schöppensteg zu erreichen. Nach der Sanierung, des ehemaligen Werner-Seelenbinder-Stadions, 2005 hat das Ganze nicht mehr viel mit einem Stadion zu tun, wie noch zu Hochzeiten des Vereins. Ausbau lediglich zwei Stufen auf einer Längsseite, wo das Multifunktionsgebäude steht. Ein Kunstrasen kam hinzu, weshalb auf der anderen Seite keine Stufen platziert sind und der Graswall hinter einem Tor lässt noch erahnen, dass da mal mehr Platz war. Anbei ein Link mit Aufnahmen des Pokalspiels von 1994 gegen den 1. FCM. Sieht schon deutlich mehr nach Stadion aus. https://www.youtube.com/watch?v=whBAD-XB-lQ
Insgesamt passen wohl 4.000 Menschen auf das Gelände was natürlich völlig ausreichend für die beschauliche sechstklassige Verbandsliga Sachsen-Anhalt ist, die nun wirklich weit weg vom bezahltem Fußball sowie Spielen vor einer fünfstelligen Kulisse ist.
Der Magdeburger Fußball-Verein Fortuna besteht bereits seit 1911. In der DDR wurde 1950 unter Beteiligung ehemaliger Fortuna-Vereinsmitglieder die BSG Turbine Magdeburg gegründet. Nach dem Aufstieg 1962 brachte es die Betriebssportgemeinschaft auf drei Jahre in der DDR-Liga. Ein weiteres Kreuz auf der Liste. Nach der Wende wurde die BSG Turbine am 15. Juni 1990 in den Sportverein Fortuna überführt.
Gegner am zweiten Spieltag der Verbandsligasaison 2026/27 war der Nachfolger der BSG Stahl Merseburg, der mehrere Fusionen über sich ergehen lassen musste und erst seit September 2022 unter dem Namen VfB Merseburg antritt. Der Verein steht nicht in der Tradition des erfolgreichsten Teams der Stadt, der BSG Chemie Buna Schkopau, welche es sogar für ein Jahr in die DDR-Oberliga schaffte und achtzehn Jahre DDR-Liga vorweisen kann. Bis in die DDR Liga schaffte es Stahl nicht, aber immerhin stehen ein dritter (1983) und vierter (1981) Platz in der drittklassigen Bezirksliga Halle zu Buche.
Der Vorjahressechste gegen den Vorjahresiebten um zur besuchten Partie zurück zu kehren. Beide Teams verloren das Auftaktspiel, aber die Gäste starteten mit breiterer Brust in die Partie. Begleitet von 13 Fans gingen sie verdient in Führung und erhöhten per Strafstoß auf 2:0 vor der Pause. Ein hitziges Spiel, aber im Rahmen. Alles andere als hitzig war der kernig charmante Manne am Verpflegungsstand, der für alle einen Spruch parat hatte, sich aber auch berechtigterweise nicht hetzen ließ. Generell entspannte Atmo mit ruhiger Musik, wenn auch leider nicht die Hymne „SV Fortuna Magdeburg ole wenn wir Fußball spielen ist unsere Welt okay“ aus der Doku lief. Ein Song voller Klasse.
Die Jungs vom Schöppensteg verschliefen den Wechsel in Hälfte zwei komplett und fingen sich umgehend das dritte Ding ein. Von außen konnte dies nur mit den Worten „sinnlos, sinnlos“ kommentiert werden. Noch dazu viel unnötiges Geschubse und Frustfouls seitens der Gastgeber,
Richtig dünne und in zwanzig Minuten wurden sich drei weitere Dinger eingefangen. Wenn du dich so billig abschlachten lässt, stehst du natürlich völlig zurecht auf dem letzten Platz mit 1:8 Toren und 0 Punkten. War nüscht, aber die Saison ist auch noch lang.
Recht viele Züge düsten während des Spiels über die Gleise des benachbarten Bahnhofs Eichenweiler vorbei, aber keiner war für mich dabei. Ich lief derweil zum Bhf Neustadt mit netten Zwischenhalt im gemütlichen Biergarten der Bodensteiner Brauerei. Sah ich auf dem Hinweg und der Garten, mit schicker Teichanlage, der ältesten industriellen Brauerei Magdeburgs lud zum Verweilen ein. Trotz einiger Abfahrten von Neustadt war mir das kein Begriff, obwohl nur 500 Meter vom Bahnhof entfernt. Riesengemütlich und auch gute Essensauswahl. Wer mal Zeit hat vor der Weiterfahrt hin da. Geöffnet ist vn 14:00 bis 22:00 Uhr. Eins a dort und kleiner Kurzaurlaub mit Lesen und Sonne. Die Rückfahrt etwas nervig mit uneinsichtigem Typ mit lauter Mucke und gutem Assipotential, vor allem ab Branne an der Havel. Brandenburg allez oder eher shalala ole. Ob Asbach-uralt oder der kleine Feigling eine Anteil daran haben, wir wissen es nicht. (snidi)

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