23/09/2026
„Ich kann Chefinnen so unfassbar schlecht ertragen.“
Das steht jetzt auf der ersten Slide. Dahinter steckt eine Zeit, in der ich mich in meiner Anstellung als Sprachtherapeutin immer enger fühlte: ein kleines Zimmer, wenig Geld, Kontrolle und das Gefühl, ständig bereitstehen und gehorchen zu müssen.
Ich kündigte und machte mich selbstständig. Kurz darauf kam Corona und mir brach erst einmal der Boden unter den Füßen weg.
Heute verbinde ich diese Erfahrung mit Kali, der ersten der zehn Mahavidyas. Sie sind Göttinnen der Weisheit aus hinduistischen tantrischen Traditionen. Kali wird mit Zeit, Zerstörung und Wandel verbunden. In meinem Leben erkenne ich ihre Energie in diesem Ende und in der Ungewissheit, die darauf folgte.
Aus diesem bodenlosen Nichts entstanden nach und nach neue Ideen. Heute bin ich selbstständig und habe eine eigene Praxis und ein Yogastudio. Dass das einmal daraus werden würde, konnte ich damals nicht sehen.
Mit Kali beginnt meine Reihe über die zehn Mahavidyas. Ich möchte euch jede von ihnen vorstellen und erzählen, wo ich ihr in meinem Leben begegnet bin.
Kennst du eine Zeit, in der erst einmal alles offen war und daraus später etwas Neues entstand?