21/09/2026
QUEERFEINDLICHKEIT IST KEINE FANKULTUR.
Was in der Cottbuser Fankurve auf einem Banner zu lesen war, macht uns wütend.
Queere Menschen und ihre Sichtbarkeit mit Pädophilie in Verbindung zu bringen, ist keine Provokation, kein „Fußballhumor“ und keine legitime Kritik. Es ist ein menschenverachtendes Narrativ, das Hass und Ausgrenzung gegenüber queeren Menschen schürt.
FAKTEN STATT HETZE.
Homosexualität und Pädophilie haben nichts miteinander zu tun. Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage dafür, queere Menschen mit se****lem Kindesmissbrauch gleichzusetzen. Täterinnen und Täter können hetero- oder homosexuell leben, ein einheitliches Täterprofil gibt es nicht. Die meisten Menschen, die Kinder sexuell missbrauchen, haben zudem keine pädophile se****le Präferenz.
Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein viel zu ernstes Thema, um das Leid Betroffener als Waffe gegen eine Minderheit zu benutzen.
Kinderschutz braucht Fakten, Prävention und Hilfe für Betroffene – keine Feindbilder.
Solche Botschaften bleiben nicht ohne Folgen. Sie diffamieren Menschen, schaffen ein Klima der Feindseligkeit und treffen queere Fans auch auf unseren Stadionrängen. Wir erleben, dass Menschen Angst davor haben, offen ins Stadion zu gehen oder dort sichtbar zu sein.
HASS HAT IM FUSSBALL NICHTS ZU SUCHEN.
Dazu schweigen? Nicht mit uns!
Und noch etwas:
Immer wieder heißt es, „Politik hat im Stadion nichts zu suchen“, sobald Regenbogenflaggen gezeigt werden, Vereine für Vielfalt eintreten oder queere Fans sichtbar sind.
Gleichzeitig werden auf Tribünen gesellschaftspolitische Botschaften wie diese präsentiert.
Wer Vielfalt als „Politik“ kritisiert, aber selbst solche Botschaften ins Stadion trägt, sollte sich fragen, wer hier eigentlich den Fußball politisiert.
WEGSEHEN IST KEINE OPTION.
Solche Aussagen dürfen nicht als bloße „Fanprovokation“ relativiert werden.
Vereine und Verbände tragen Verantwortung, wenn gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auf unseren Tribünen sichtbar wird. Vorfälle müssen aufgearbeitet und Verantwortliche identifiziert werden.
Fußballstadien sind kein rechtsfreier Raum.
Queere Fans sind Teil des Fußballs. Gestern. Heute. Und morgen.
Wir stehen auf den Tribünen, wir fahren zu unseren Vereinen, wir jubeln, leiden und feiern gemeinsam.
Wir lassen uns weder ausgrenzen noch unsichtbar machen.
WIR GEHÖREN DAZU!
Bayer 04 Junxx 🖤❤️