05/07/2026
LEONIE WEISS HOLT ERNEUT GOLD FÜR BAYERN
[Erfahrungsbericht aus Sicht des Dojo Sportschule Kaizen Nürnberg / Bericht. Uwe Wittmann / Fotos: privat]
Riesa - Nürnberg. Das `Highlight´ eines jeden deutschen Athleten ist die Deutsche Meisterschaft. Aus 168 Vereinen / Dojo traten die Nachwuchskarateka in den Kategorien der Schüler (572 Nen-nungen) am 20. Juni 2026 gegeneinander an und ermittelten ihr Deutschen Meister 2026.
Aus dem Landesverband Bayern wurden zirka 82 Athletinnen und Athleten nominiert.
Leonie Weiss (11 Jahre) aus der Sportschule Kaizen Nürnberg, errang für Bayern zum 2ten male die Goldmedaille in der Disziplin Kata der Kategorie Schüler B.
Ein toller Erfolg für den Landesverband und dem Ausnahmetalent, das seit ihrem 6. Lebensjahr mit Karate begonnen hat und seitdem unzählige Wettkampferfolge verbuchen konnte.
In der WT Energiesysteme Arena im sächsischem Riesa veranstaltete der Deutsche Karate Verband e. V., die Deutsche Meisterschaft im Karate der Schüler aus. Ausrichter war Seiwakai Meißen, die das Karate-Event hervorragend umsetzten und organisierten.
Aus der Sportschule Kaizen Nürnberg wurden vier Kata-Athleten nominiert und Trainer und Sensei Uwe Wittmann (5. Dan / Europameister EMG 2023, Kata) absolvierte mit seinen Athleten eine strukturierte und nachhaltige Vorbereitungsphase mit systematischen Etappenzielen (diversen Turnieren seit Jahresbeginn).
Leonie ging in der Disziplin Kata an den Start und galt in ihrer Kategorie Schüler B (also bis 12 Jahre), als Favoritin. Dennoch eine mentale Anspannung für die ambitionierte Landes-/Bundestalentekaderathletin, die einen immensen Trainingsaufwand als Vorbereitung - aber immer mit Leidenschaft und Freunde -, absolvier-te.
Mit Bravour und Perfektion setzte die Deutsche Meisterin 2025 ihre Trainingsziele ideal im Shiai durch. Ihr diesjähriger Erfolg: Deutsche Meisterin 2026 mit souveränen Einzelsiegen:
match1 - 5:0 Anan-Dai / match2 - 4:1 Chibana no Kushanku / match3 - 4:1 Chatanyara no Kushanku / semi 4:1 Suparinpei / final 7:0 Chatanyara no Kushanku
Aber auch Vincent Barbieri zeigte tolle Leistungen in der Kategorie Schüler B und belegte einen verdienten 5. Platz. Elsa Reisinger (Schüler A) siegte in ihren matches mit: 5:0 / 5:0 / 4:1/ und musste leider sehr knapp den Poolsieg mit 2:3 abgeben. Dennoch souveräne Kata-Performances. Toll gemacht Elsa.
Das Trainingskonzept der Sportschule Kaizen ging auf, alle unsere Teammitglieder zeigten tolle Wettkampf-leistungen. Wenn auch einzelne Platzierungen noch auf sich warten lassen.
Jeder Karateka der selbst auf der Wettkampftatami stand, weiß, dass es manchmal etwas Zeit und vor al-lem Ausdauer braucht, bevor man unter die Erstplatzierten dabei ist.
Immerhin sind die Deutschen Meisterschaften eines der höchsten Ziele unserer Athleten, die sich auf lan-des- und nationaler Ebene messen. Jeder Nominierte kann Stolz auf die Teilnahme an Deutschen Meister-schaften sein. Durchhaltevermögen und weiterhin stetiger Trainingsfleiß sind unsere Tugenden im leis-tungsorientierten Breitensport. Und es obliegt den Trainern ihre `deshi´ immer wieder auf´s Neue zu motivie-ren, vermeintlcihe Rückschläge in Erfahrungen zu wandeln um dann unsere Athleten mittelfristig zu Erfolgen zu leiten und zu führen.
Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf: Für unsere Teammitglieder steht nach einer Regenerations-phase, die Vorbereitung in die 2. Wettkampfperiode 2026, mit weiteren Herausforderungen an.
Anmerkung des Verfassers [[email protected]]:
Da der Bericht aus Sicht der Karatesportschule Kaizen Nürnberg, mit Blick auf unsere Nominierten und die Disziplin Kata gelegt wurde, möchte ich aus Fairnessgründen und der Würdigungen, die Erfolge der bay. Kata-Athletinnen und Athleten bei der DM 2026, nicht unerwähnt lassen:
Kata Einzel Schüler B, male
2. Platz Maximilian Schmidt (Asia Sports)
Schüler B, female
3. Platz Lena Schmidt (Asia Sports)
3. Platz Mira Graf (KD Kempten)
Schüler A, female
3. Platz Idea Haziri (TSV Grasbrunn)
Schüler A, male
3. Platz Elija Emanuel Sarraf (SV Steinheim e. V.)
Kata-Team Schüler A, female
2. Platz KD Kempten
3. Platz TSV Grasbrunn
Gratulation an alle Nominierten für Euere tollen Darbietungen und Herzlichen Glückwunsch an alle Platzier-ten.
Bericht: Uwe Wittmann
03/07/2026
BKB Karate Gasshuku „mukin shori“ mit Fritz Oblinger & Josef Ries
Fritz Oblinger, 9. Dan Karate, 10. Dan Kyusho Jitsu, Josef Ries, 8. Dan Karate, 5. Dan Kyusho Jitsu und Jürgen Kraus, 5. Dan Karate, 9. Dan Kyusho Jitsu, übertrafen unsere unsere ohnehin hohen Erwartungen beim traditionellen Lehrgang Gasshuku „mukin shori“ – der Weg zum Erfolg kennt keine Abkürzung - des Bayerischen Karatebundes.
Trotz der angesagten Hitze von über 30 Grad fanden fast 40 Kampfkunstfreunde von Bayern bis zum hohen Norden den Weg nach Seeon. Sie wurden mit einem hochkarätigen Lehrgang belohnt.
An Hand der Katas Hakufa, Matsumura no Bassai und Useishi vermittelten uns die Referenten Energiearbeit, Bunkai und Kyusho-Jitsu und erweiterten dadurch unseren Horizont in der Kampfkunst. Wir lernten effektive Anwendungen der Selbstverteidigung und des Kampfes.
Als alle anderen sich in der Mittagspause stärkten, stellte sich unser Vereinsmitglied Stefan Schatzmann der anspruchsvollen Prüfung zum 1. Kyu. Er zeigte eine hervorragende Grundschule und die Anwendung im Kampf dazu. Mit der Kata Kanku Dai hatte er sich die längste Kata ausgesucht. Beim anschließenden Bunkai und Kampf assistierte ihm die Dojo-Leiterin Rosi Lex kurzfristig, nachdem sein ursprünglicher Kampfpartner verletzungsbedingt ausgefallen war. Vielen Dank dafür.
Damit nicht genug. Nach schwerer Erkrankung und körperlicher Einschränkung legte Toni Gstatter die Prüfung zum 3. DAN ab. Er gestaltete die Kata Hangetsu in langem Training auf seine Bedürfnisse um, zeigte im Kampf, Bunkai und Grundschulanwendungen, dass im Ernstfall mit ihn nicht zu spaßen ist. Sein Partner war Stefan Schatzmann, unser neuer 1. Kyu.
Insgesamt wurden 10 DAN Prüflinge geehrt.
Wir gratulieren Armin Vogl zum 1. DAN, Werner Babutzka, Bruno Sälzer und Vera Schuster zum 2. DAN, Jörg Prokop und Gstatter Toni zum 3. DAN, Renate Kolb zum 4. DAN.
Wolfgang Bilecke bestand die Prüfung zum 3. DAN Kyusho-Jitsu. Doppelprüfung legte Susanne Jakob ab, sie bestand die Prüfung zum 3. DAN und 2. DAN Kyusho-Jitsu.
28/06/2026
Gemeinsam auf großer Bühne: Die Oberpfälzer Karate-Elite zu Gast bei der Heim-EM in Frankfurt
Ein ganz besonderes Highlight führte 30 Karateka aus der gesamten Oberpfalz am Wochenende des 23. und 24. Mai zusammen: die Europameisterschaft der European Karate Federation (EKF) in Frankfurt am Main. Mit einem Reisebus machte sich die Reisegruppe des Bezirks Oberpfalz im Bayerischen Karate Bund (BKB) auf den Weg, um Spitzensport auf absolutem Weltklasseniveau hautnah miterleben zu können.
Ziel der Reise war die Eissporthalle in Frankfurt, die für diese kontinentalen Titelkämpfe in eine beeindruckende Kampfsport-Arena verwandelt worden war. Die Oberpfälzer Delegation hatte sich ganz bewusst die beiden absoluten Höhepunkte ausgesucht: die beiden Finaltage am Samstag und Sonntag.
Schon beim Betreten der Halle war die elektrisierende Atmosphäre spürbar. An den beiden Finaltagen jagte ein packendes Duell das nächste. Die mitgereisten Trainer, Kampfrichter und Athleten aus den heimischen Oberpfälzer Dojos kamen voll auf ihre Kosten. Von technisch perfekten Kata-Vorführungen bis hin zu taktisch geprägten, pfeilschnellen Kumite-Fights auf allerhöchstem Niveau – die Kämpfe boten reichlich Inspiration und Gesprächsstoff für die eigenen Trainingseinheiten in der Heimat.
Besonders das Anfeuern der deutschen Athletinnen und Athleten schweißte die Gruppe noch enger zusammen und sorgte für echte Gänsehautmomente auf den Rängen.
Nach den langen, emotionalen und anstrengenden Stunden in der Halle stand der Komfort im Vordergrund. Die Gruppe bezog Quartier im erstklassigen Leonardo Hotel in Offenbach. Das Hotel bot den perfekten Rahmen, um nach den packenden Finalentscheidungen zur Ruhe zu kommen.
Beim gemeinsamen Abendessen und beim gemütlichen Ausklang wurde der Tag analysiert, gefachsimpelt und vor allem die bezirksübergreifende Kameradschaft gepflegt. Genau diese Momente abseits der Matte zeigen, wie stark der Zusammenhalt innerhalb der Oberpfälzer Karate-Familie ist.
Als der Bus am Sonntagabend nach den letzten Siegerehrungen wieder Richtung Oberpfalz rollte, waren sich alle 30 Teilnehmer einig: Dieser Ausflug am Mai-Wochenende war ein voller Erfolg. Die Mischung aus internationalem Spitzensport, perfekter Organisation und dem erstklassigen Ambiente im Hotel hat die Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.
Mit viel neuer Motivation und frischen Ideen im Gepäck blicken die Oberpfälzer Dojos nun auf die kommenden Aufgaben in der Heimat – der Geist dieser Europameisterschaft wird sicherlich noch lange in den heimischen Hallen nachwirken.
28/06/2026
Exzellentes Training unter mallorquinischer Sonne: Karate-Trainingslager 2026 in Can Picafort
Vom 01. bis einschließlich 05. Juni 2026 zog es die Karate-Gemeinschaft auf die Baleareninsel Mallorca. Das diesjährige Trainingslager im Grupotel Gran Vista & Spa in Can Picafort bot die perfekte Symbiose aus intensivem Sport, fachlichem Austausch und Regeneration. Fast 60 aktive Karateka aus verschiedenen Dojos machten sich gemeinsam auf den Weg, um unter optimalen Bedingungen an ihren Fähigkeiten zu feilen.
Hochkarätige Referenten und ein durchdachtes Konzept
Mit Wolfgang Weigert (Präsident des Deutschen Karate Verbandes sowie des Bayerischen Karate Bundes) und Helmut Körber (Vizepräsident und Prüferreferent des Bayerischen Karate Bundes) standen zwei der höchsten Funktionäre und profiliertesten Trainer der bayerischen Karate-Szene zur Verfügung. Beide Meister tragen den 8. Dan und garantierten mit ihrem enormen Fachwissen sowie ihrer jahrzehntelangen Erfahrung ein Training auf absolutem Spitzenniveau.
Um allen Teilnehmern – unabhängig von Graduierung und Alter – gerecht zu werden und eine intensive, persönliche Betreuung zu gewährleisten, wurde die Gruppe der Erwachsenen und Jugendlichen aufgeteilt:
Durch einen regelmäßigen Wechsel der Gruppen zwischen den Referenten kamen alle Teilnehmer in den Genuss des gesamten Spektrums der beiden Großmeister.
Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auch wieder auf der Nachwuchsarbeit: Für die jüngsten Teilnehmer wurde eine extra Gruppe ins Leben gerufen, um ihnen ein maßgeschneidertes, altersgerechtes Programm zu bieten. Dieses exzellente Kindertraining wurde von Dr. Markus von Gadomski-Winkler (3. Dan, erfahrener Kindertrainer vom Bushinkan Bad Abbach) geleitet. Mit viel Einfühlungsvermögen, Spiel und Spaß, aber auch der nötigen Disziplin, begeisterte er die Kids und förderte ihre karatebedingen Fähigkeiten optimal.
Ein besonderes Highlight für alle Altersklassen war die Trainingskulisse: Die Einheiten fanden nicht in einer geschlossenen Halle, sondern auf einer großen, gepflegten Wiesenfläche direkt auf dem Hotelgelände statt. Das Training an der frischen Luft und unter der Sonne Mallorcas spornte alle Beteiligten zusätzlich an.
Das Trainer-Team gestaltete das Programm extrem abwechslungsreich und behandelte intensiv alle drei tragenden Säulen des traditionellen und modernen Karate.
Die Mischung aus schweißtreibenden Einheiten im Freien und tiefgründigen theoretischen Impulsen machte jede Trainingseinheit zu einem echten Gewinn für Jung und Alt.
Der absolute Höhepunkt und nervliche Härtetest wartete am Freitag, dem 5. Juni. Unter den strengen und fachkundigen Augen der Prüfer Wolfgang und Helmut stand die Shotokan
Dan-Prüfung an. Nach der intensiven Vorbereitung in den Vortagen zeigten die Prüflinge hervorragende Leistungen und durften am Ende stolz ihre ersten oder neuen Diplome entgegennehmen.
Wir gratulieren den folgenden Karateka ganz herzlich zur bestandenen Prüfung:
Zum 1. Dan: Bernhard Frey, Cristina Rossini, Andreas Schatz
Zum 2. Dan: Stephan Lisser
Zum 3. Dan: Nabo Nabo, Gerhard Mayer, Robert Weidner
Zum 4. Dan: Marcel Bieber
Zum 5. Dan: Alexander Kaufmann
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Meilenstein auf eurem Karate-Weg! Ein großes Kompliment für euren unermüdlichen Einsatz und euren Fleiß.
Nach den schweißtreibenden Einheiten auf der Wiese und dem Prüfungsmarathon bot das Grupotel Gran Vista & Spa den idealen Rahmen, um die müden Muskeln zu regenerieren. Ob im großzügigen Spa-Bereich, am Pool oder beim gemeinsamen Feiern der neuen Schwarzgurt-Graduierungen – der Teamgeist und der vereinsübergreifende Austausch untereinander kamen nie zu kurz. Die perfekte Organisation und das tolle Ambiente auf Mallorca machten diese fünf Tage zu einem unvergleichlichen Erlebnis.
Mit viel neuem Input, neuen Gürtelgraden und einem Lächeln im Gesicht traten die knapp 60 Karateka die Heimreise an. Ein großes Dankeschön gilt den Referenten Wolfgang Weigert, Helmut Körber und Dr. Markus von Gadomski-Winkler sowie allen Organisatoren, die dieses fantastische Trainingslager möglich gemacht haben! Oss!
Aufgepasst: Nach diesem riesigen Erfolg steht fest, dass wir auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam angreifen! Das nächste Karate-Wochenlager wird nächstes Jahr wieder traditionell über Pfingsten stattfinden.
Sichert euch also schon jetzt das Pfingstwochenende 2027 in eurem Kalender. Genauere Informationen zu Ort, Anmeldung und Referenten folgen in Kürze. Seid gespannt – wir freuen uns schon jetzt auf euch!
25/06/2026
Axel Krusch war wieder seiner Video-Kamera an der DM der Schüler für uns vor Ort und hat die Meisterschaft im BKB Youtube-Kanal etwas zusammengefasst:
DM der Schüler 2026
Share your videos with friends, family, and the world
09/06/2026
Landeskader Masters beim TSV Dachau mit Heinrich Leistenschneider und Christopher Mack
Am 17. Mai 2026 fand ein besonderes Training des Landeskaders Masters Bayern statt. Gastgeber war der TSV Dachau unter der Leitung von Fan Burgmeier, deren Team die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen hieß. Selbstverständlich durften die Mitglieder aus Dachau an den vier Trainingseinheiten auch teilnehmen.
Das Dojo bot dafür ideale Voraussetzungen. Die vollständig mit Matten ausgelegte Trainingsfläche sowie die umfangreiche Ausstattung mit Trainingsgeräten schufen optimale Bedingungen für ein leistungsorientiertes Training.
Kadercoach Florian Oberhansl konnte für diesen Lehrgang zwei hochkarätige Referenten gewinnen. Im Bereich Kumite leitete der ehemalige Weltmeister Heinrich Leistenschneider aus Straubing die Trainingseinheiten. Für den Bereich Kata stand mit dem mehrfachen Deutschen Meister der Masterklasse und A-Trainer Christopher Mack aus Karlsruhe ein weiterer Experte auf der Matte.
Chris legte besonderen Wert auf ein sauberes Kihon als Grundlage jeder Kata. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung einer gezielten Mobilisation zu Beginn jeder Einheit und setzte Schwerpunkte auf den effektiven Hüfteinsatz, präzise Drehungen sowie den optimalen Krafteinsatz im richtigen Moment.
Heinrich Leistenschneider vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf sehr sympathische Art taktisches Wettkampfverhalten. Dabei forderte er dazu auf, sich stets in den Gegner hineinzuversetzen und auf der Kampffläche die aktive Rolle zu übernehmen, um das Kampfgeschehen selbst zu bestimmen.
Der enorme Erfahrungsschatz beider Referenten bereicherte die Mitglieder des Landeskaders Masters Bayern nachhaltig. Die Teilnehmer konnten zahlreiche neue Impulse mitnehmen und ihre persönlichen Fähigkeiten weiterentwickeln. Chris überlegte sogar aufgrund der hochmotivierten Truppe zu dem Bayerischen Masters zu wechseln ;-)
Bericht: Florian Oberhansl
Fotos: TSV Dachau
27/05/2026
Teamevent der BKJ und des Landeskaders bei der Karate-EM 2026 in Frankfurt
Ein Wochenende voller Karate, Teamspirit und unvergesslicher Momente: Gemeinsam machten sich die Bayerische Karate Jugend (BKJ) und der Bayerische Landeskader auf den Weg zur Karate-Europameisterschaft 2026
nach Frankfurt am Main. Mit dabei: jede Menge Motivation, gute Stimmung und das klare Ziel, Team Deutschland sowie insbesondere die bayerischen Athletinnen und Athleten bei der Heim-EM lautstark zu unterstützen.
Organisiert wurde die gemeinsame Teammaßnahme von der Bayerischen Karate Jugend gemeinsam mit dem Bayerischen Landeskader rund um Leistungssportreferent Timo Lowinger. Ziel war es, den Teamgedanken im bayerischen Karate weiter zu stärken, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen und den Nachwuchsathletinnen und -athleten internationale Spitzenleistungen hautnah erleben zu lassen.
Fehlstart mit Teamwork-Mentalität
Der geplante Reisebus erlitt am Donnerstagabend einen Achsenbruch und fiel kurzfristig komplett aus. Die gesamte Fahrt stand plötzlich auf der Kippe.
Doch statt Stress und Chaos zeigte sich sofort, was die bayerische Karatefamilie ausmacht. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich spontan eine nächtliche „Krisentaskforce“. Es wurde telefoniert, organisiert und improvisiert, bis schließlich dank der großartigen Unterstützung zahlreicher Eltern sowie Heimtrainerinnen und Heimtrainer alternative Fahrmöglichkeiten gefunden werden konnten. Aus dem möglichen Krisenstart wurde so ein starkes Beispiel für Zusammenhalt, Flexibilität und Teamgeist.
Gemeinschaft, Austausch und neue Impulse
Untergebracht war die Gruppe im Kreisjugendheim im Odenwald. Dort ging es nicht nur um Karate, sondern vor allem auch um Gemeinschaft, Austausch und gemeinsame Erlebnisse.
Neben Spielen, sportlichen Aktionen und vielen Gesprächen standen auch spannende Workshops und Theorieeinheiten auf dem Programm. Themen wie Social Media im Leistungssport, die öffentliche Präsenz als Athletin oder Athlet sowie Safe Sport sorgten für interessante Diskussionen und wichtige Impulse für den Alltag im Leistungssport.
Außerdem wurde das neue Monitoring-System des Bayerischen Landeskaders vorgestellt. Die Athletinnen und Athleten erhielten dabei Einblicke in zukünftige Abläufe und Entwicklungen innerhalb des Leistungssports.
Gänsehaut-Stimmung in Frankfurt
An den Wettkampftagen wurde aus dem Landeskader eine echte Fan-Crew und mit viel Energie unterstützten die Nachwuchsathletinnen und -athleten Team Deutschland in der Frankfurter Eissporthalle.
Besonders intensiv wurde bei den Auftritten der bayerischen Bundeskaderathletinnen und -athleten mitgefiebert: Anastasiia Semenenko und Rita Siebert sowie das Kata-Team mit Mika Mathes, Nawapon Pattanasakoo und Laurenz Berner.
Und genau dort wurde es für viele richtig besonders: In der Halle begegneten die Jugendlichen auch immer wieder bekannten Gesichtern aus dem Leistungssport. Plötzlich standen Vorbilder direkt neben einem, im selben Stadion, teilweise sogar im direkten Austausch. Diese Nähe machte die Welt des Spitzensports greifbar und sorgte für viele echte Gänsehaut-Momente.
Besuch des Bayerischen Innenministers
Ein weiteres Highlight war der Austausch mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, der als Ehrengast vor Ort war und sich Zeit für ein Gespräch mit der bayerischen Delegation nahm.
Starkes Team hinter dem Team
Begleitet wurde die Maßnahme von einem engagierten Betreuungsteam, das während des gesamten Wochenendes für Organisation, Betreuung und Programmgestaltung verantwortlich war. Mit dabei waren Sandra Aichner als Landesjugendreferentin der Bayerischen Karate Jugend, die stellvertretenden Landesjugendreferenten Kim Aichner und Lukas Grimm, Leistungssportreferent Timo Lowinger, Kata-Landestrainerin Kristin Wieninger, stellvertretender Leistungssportreferent und Stützpunkttrainer Dennis Schnauder, Mentaltrainerin Ella Ljosaj-Rösling sowie unserer Mobilitätscrew Manuela Schatz, Michael Sedlak und Alex Knetemann.
Mehr als nur ein Wettkampfbesuch
Das Wochenende hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig solche gemeinsamen Maßnahmen für junge Leistungssportlerinnen und Leistungssportler sind. Neben den sportlichen Eindrücken standen vor allem Teamgeist, Persönlichkeitsentwicklung und das gemeinsame Wir-Gefühl im Mittelpunkt.
Solche Erlebnisse zeigen eindrücklich, wofür sich Training, Disziplin und Durchhaltevermögen lohnen. Sie setzen neue Ziele, geben Inspiration für den eigenen sportlichen Weg und stärken gleichzeitig die Bindung zum Team und zur gesamten Karategemeinschaft.
Mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und jeder Menge Motivation kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Bayern zurück. Die Heim-Europameisterschaft 2026 in Frankfurt bleibt allen Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung — als Wochenende voller Emotionen, Gemeinschaft und echter Karate-Momente.
26/05/2026
Innenminister Joachim Herrmann zu Gast bei der Karate-EM in Frankfurt
Es war ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für den BKB: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann reiste eigens zur EM nach Frankfurt an und nahm sich rund drei Stunden Zeit, um die Veranstaltung vor Ort zu erleben.
In diesen drei Stunden durfte DKV/BKB Präsident Wolfgang Weigert Bayerns Innenminister alle Bereiche der EM erläutern und ihn mit den BKB Beteiligten bekanntmachen. Dazu zählten vor allem die große Anzahl unserer BKB Kids mit ihrer „Chefin“ Sandra Aichner, von denen sich Joachim Herrmann sehr beeindruckt zeigte, da gerade unsere Jugend die Zukunft unseres Verbandes ist.
Ein besonderer Moment war zudem die gemeinsame Siegerehrung mit WKF und EKF Präsident Antonio Espinos, mit dem er sich zuvor eingehend ausgetauscht hatte. Für Joachim Herrmann war es das erste Mal, dass er Karate-Wettkämpfe live verfolgte und sein Resümee fiel äußerst positiv aus: er zeigte sich beeindruckt von der Dynamik, der Disziplin und der Atmosphäre dieser Europameisterschaft und von Karate im Besonderen.
Die EM in Frankfurt hat ihn begeistert und hinterließ bei ihm einen starken Eindruck vom Karatesport und seiner internationalen Strahlkraft. Sein Besuch war damit nicht nur eine besondere Wertschätzung für die Veranstaltung, sondern auch ein sehr positives Signal für den Karate-Sport aber auch für den BKB im Besonderen.
Bericht: Melanie Feldmeier
Bilder: Gitti Kraußer / Kim Aichner
19/05/2026
Ziel im Blick: Karateka bereiten sich in Vohenstrauß auf Meisterprüfungen vor
25.04.26, Vohenstrauß – An diesem sonnigen Samstag versammelte sich die Karate-Elite erneut in der Pfalzgrafenstadt: Das Karate-Dojo Vohenstrauß im TV hatte zum traditionellen Vorbereitungsseminar geladen. Über 60 Karateka aus allen Teilen Bayerns folgten dem Ruf, um sich intensiv auf ihre erste oder nächste Dan-Prüfung (Meistergrad) vorzubereiten.
Als Referenten dieser seit mehreren Jahren erfolgreichen Lehrgangsreihe fungierten wieder Helmut Körber (8. Dan), Vizepräsident und Prüferreferent des Bayerischen Karatebundes (BKB), sowie Marcel Bieber (3. Dan Shotokan), Dojoleiter in Vohenstrauß und Bezirksvorsitzender der Oberpfalz im bayerischen Karatebundes (BKB).
Nach einer kurzen Begrüßung startete die erste Trainingseinheit: Kihon (Grundschule). Helmut Sensei legte hierbei größten Wert auf den gezielten Einsatz der Hüfte sowie die korrekte Ausführung von Stellungen und Techniken. „Man muss den Abschluss der Technik finden; die Bewegungen dürfen nicht überhastet werden“, gab der erfahrene Meister den Teilnehmern als Leitlinie vor. Da Basistechniken niemals vernachlässigt werden dürfen, wurden diese bis ins kleinste Detail trainiert – bis hin zu komplexen Kombinationen für die hohen Dan-Prüfungen. Zum Abschluss der Einheit demonstrierten die Anwärter ab dem 3. Dan ihre eigens kreierten Kombinationen und zeigten eindrucksvoll ihre individuellen Stärken.
Nach einer kurzen Pause ging es mit Kata (Formenlauf) weiter. Die Teilnehmer genossen die Luxussituation, in 2 Gruppen aufgeteilt von beiden Referenten gleichzeitig geschult zu werden. So kamen die Karateka in den Genuss verschiedenster Ansichten und tiefer Einblicke in das Bunkai (die praktische Anwendung). Auf dem Programm standen unter anderem die Kata Gojushiho Dai, Jion, Hangetsu, Bassai Dai, Tekki Shodan und Sochin.
Nach einer weiteren Pause, in der die Teilnehmer die Frühlingssonne über Vohenstrauß genießen konnten, folgte die Abschlusseinheit zum Thema Kumite (Partnerkampf). Hier wurde das zuvor erlernte Wissen rund um den Hüfteinsatz und den korrekten Technik-Abschluss direkt am Partner angewendet. „Keine halbherzigen Techniken!“ – Volle Konzentration und der unbedingte Wille standen im Vordergrund. In verschiedensten Konstellationen und Übungen zeigte Helmut Sensei auf, worauf es beim Kumite in einer Prüfungssituation wirklich ankommt.
Am Ende des Lehrgangs waren sich alle einig: Die intensive Vorbereitung hat sich gelohnt. Die Teilnehmer blicken nun mit gestärktem Selbstvertrauen und wertvollen Tipps der Meister auf ihre bevorstehenden Prüfungen entgegen.
Ein besonderer Dank galt am Ende Marcel Bieber und dem Karate-Dojo Vohenstrauß im TV für die seit Jahren reibungslose Ausrichtung dieser Vorbereitungsseminare. Ebenso wurde Helmut Körper für sein langjähriges, unermüdliches Engagement als Referent gewürdigt.
Da die ersten Dan-Prüfungen nun kurz bevorstehen, wünschten die Verantwortlichen allen Aspiranten viel Erfolg – man freue sich bereits heute auf ein Wiedersehen in Vohenstrauß. Für alle Interessierten: Ein weiteres Vorbereitungsseminar findet am 22. August 2026 im niederbayerischen Arnstorf statt. Informationen hierzu sind auf der Website des BKB im Internet ersichtlich.