20/09/2026
Glehn bleibt nach wildem 4:4 in Delhoven Tabellenführer =
Delhovens Coach Thomas Baumer war sich nach dem Abpfiff sicher: „Das Spiel hat den Zuschauern bestimmt Spaß gemacht“. Für Fans des gepflegten Defensivspiels hatte das 4:4 (3:1) seines gastgebenden FC gegen den SV Glehn eher weniger zu bieten. Die Gäste bleiben damit in der laufenden Saison weiter ungeschlagen und verteidigten mit dem Punktgewinn in einem wildem Spiel ihre Tabellenführung.
Auch Frank Lambertz war mit dem Remis nach dreimaligem Rückstand nicht unzufrieden, zumal das 4:4 durch Fabian Zierau (80.) in Unterzahl erzielt worden war: Zwei Minuten zuvor hatte Gian Rustemov, der in der 50. Minute nach Zierau-Vorarbeit zum 2:3 getroffen hatte und damit die Aufholjagd eröffnete, die Gelb-Rote Karte gesehen. „Mit etwas Glück hätten wir heute sogar noch als Sieger den Platz verlassen können“, so Glehns Trainer.
Denn bei den Gegentreffern ging eine Reihe unglücklicher Aktionen in der Glehner Defensive voraus: Beim 1:0 fälschte Nico in het Panhuis eine eher ungefährliche Flanke von der linken Seite unhaltbar für Sebastian Steen ins eigene Netz ab (6.). Nach der unmittelbaren Antwort durch das 1:1 von Simon Jansen (9.) brachte ein Freiß von Kaan Erdogan die Rot-Weißen in der 20. Minute erneut in Front. Als Florian Hillebrand zehn Minuten später nach einem Stellungsfehler in der Glehner Abwehr per Kopf das 3:1 erzielte, wähnte sich Delhoven schon auf der Siegerstraße, zumal Ben Schmidt das 4:1 nach einem schlimmen Fehler im Glehner Aufbauspiel auf dem Fuß hate, aber nur den Pfosten traf.
Die Halbzeitführung ging insoweit in Ordnung, weil Glehn seine Chancen nicht nutzte: In der 17. Minute hätte Rustemov das 1:2 erzielen können, doch sein feiner Schlenzer verfehlte das Gehäuse nur knapp. Und auch nach dem Delhovener 2:1 hatte Thomas Burbach den Ausgleich vor Augen, doch sein Schuss wurde noch kurz vor der Linie geklärt. Mit der Einwechslung von Zierau nach dem Seitenwechsel wurde Glehn nach vorne noch dominanter und nach dem Anschluss von Rustemov war es wiederum Glehns Nummer 18, der Maik Ferber zum 3:3 mustergültig bediente.
Auch nach der dritten Führung des FCD durch ein typisches Felix-Frason-Tor (74.), der zuvor schon das 4:3 mit dem Drehschuss hätte erzielen können, ließen die Blau-Weißen die Köpfe nicht hängen und wurden mit dem erneuten Ausgleich belohnt, als Delhovens Keeper Maurine Sellenthin bei einem Jansen-Freistoß Glehns Sturmführer quasi zum 4:4 nötigte.