25/09/2026
Die ICE-Brent-Futures gaben im frühen asiatischen Handel nach, nachdem der chinesische Präsident Xi Jinping die USA und den Iran dazu aufgerufen hatte, zu dem zuvor ausgehandelten Friedensabkommen zurückzukehren.
Der ICE-Brent-Frontmonatskontrakt für November notierte um 04:00 Uhr GMT bei 105,65 $/bl und damit 95 Cent/bl unter dem Abrechnungskurs vom 24. September, als der Kontrakt noch 3,52 $/bl höher geschlossen hatte.
Der Nymex-Rohöl-Frontmonatskontrakt für November lag bei 93,08 $/bl – ein Minus von 1,53 $/bl gegenüber dem Abrechnungskurs vom 24. September, als er noch 2,45 $/bl höher notiert hatte.
„China unterstützt die Rückkehr der USA und des Iran zum ‚Islamabad Memorandum of Understanding‘ und hofft, dass beide Seiten auf den Weg des Dialogs und der Verhandlungen zurückkehren, um die Probleme schnellstmöglich zu lösen“, erklärte Xi gegenüber US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus, wie die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Ziel der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran müsse es sein, „letztendlich ein umfassendes Abkommen – auch zur Atomfrage – zu erzielen und zeitnah Frieden zu schaffen“, so Xi.
Das im Juni geschlossene Abkommen sah vor, die US-Seeblockade des iranischen Handels zu beenden, die US-Sanktionen zu lockern und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte zuzusagen – im Gegenzug sollte Teheran auf Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus verzichten. Die Vereinbarung hielt jedoch kaum einen Monat und scheiterte, als Teheran und Washington um die Kontrolle über die Schifffahrtswege durch die Straße von Hormus rangen.
Eine neue Runde von US-Angriffen auf den Iran könnte den Konflikt bis in den Indischen Ozean ausweiten. Davor warnte am Donnerstag ein hochrangiger militärischer Berater des iranischen Obersten Führers angesichts erneuter Drohungen Trumps, das Land zu „vernichten“, sollte die Diplomatie scheitern.
Es wird erwartet, dass die russische Produktion von Rohöl und Kondensat in diesem Jahr auf ein 17-Jahres-Tief sinken wird. Gründe hierfür sind infrastrukturelle Engpässe sowie weitverbreitete Ausfälle in Raffinerien infolge verstärkter ukrainischer Drohnenangriffe. Die Fördermenge wird für 2026 auf 494 Mio. Tonnen (9,88 Mio. bl/Tag) prognostiziert – ein Rückgang um 3,5 % gegenüber 2025. Dies teilte Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow bei der Vorstellung der aktualisierten Wirtschaftsprognose der Regierung mit, die als Grundlage für die Bundeshaushalte der Jahre 2027 sowie 2028/2029 dienen soll.
Die revidierte Prognose liegt deutlich unter der vorherigen Schätzung von 511 Mio. Tonnen. Damit würde die russische Produktion auf den niedrigsten Stand seit 2009 sinken. Nach einem stetigen Anstieg ab 2009 und einem Höchststand von 560 Mio. Tonnen im Jahr 2019 hatte sich die Fördermenge im Zeitraum 2021–2025 – maßgeblich bedingt durch die Produktionsbeschränkungen der OPEC+ – in einer Spanne von 515 bis 535 Mio. Tonnen pro Jahr eingependelt.