27/08/2026
WER BIST DU OHNE DEINE ROLLEN?
Diese Frage habe ich mir heute selbst gestellt.
Wer wäre ich eigentlich, wenn ich all meine Rollen ablege?
Nicht der Coach.
Nicht der Verkäufer.
Nicht der Unternehmer.
Nicht der Mann, der stark sein muss.
Nicht der Mann, der irgendetwas beweisen muss.
Ich wäre einfach ein Mann.
Ich wäre Vater.
Ich wäre Partner, Liebhaber, Freund etc.
Aber wer bestimmt eigentlich, wie ich als Mann sein muss?
Wie ich als Vater sein muss?
Wie ich als Partner sein muss?
Wie ich im Business sein muss?
Wer hat diese Rollen eigentlich geschrieben?
Wenn ich tief hinschaue, merke ich:
Vieles davon bin gar nicht ich.
Es sind Konditionierungen.
So musst du sein, damit du geliebt wirst.
So musst du dich verhalten, damit du Anerkennung bekommst.
So musst du sprechen, damit du gefällst.
So musst du geben, damit etwas zurückkommt.
Und irgendwann spielst du deine Rollen so gut, dass du vergessen hast, wer darunter eigentlich lebt.
Vielleicht geben wir Liebe, um Liebe zurückzubekommen.
Vielleicht leisten wir, um gesehen zu werden.
Vielleicht sind wir stark, weil wir Angst haben, schwach gesehen zu werden.
Vielleicht gefallen wir anderen so lange, bis wir uns selbst kaum noch erkennen.
Also:
Wer bist du ohne all das?
Du brauchst eigentlich nur in die Bibel zu schauen.
Im Alten Testament, im 2. Buch Mose, steht Mose vor dem brennenden Dornbusch und Gott sagt:
„Ich bin, der ich bin.“
Nicht besser als.
Nicht schlechter als.
Nicht erfolgreich.
Nicht wichtig.
Nicht genug, wenn …
Einfach:
ICH BIN.
Kein Vergleich.
Keine Bewertung.
Keine Rolle.
Vielleicht liegt genau darin der Weg zurück zu unserem Ursprung.
Nicht noch eine bessere Rolle zu erschaffen.
Sondern die Rollen abzulegen, die nie wirklich unsere waren.
Und dann in den Spiegel zu schauen und dich zu fragen:
Wer bin ich, wenn ich niemandem mehr etwas beweisen muss?
Vielleicht bleibt am Ende nur die klarste Antwort überhaupt:
ICH BIN. Das ich bin♥️das kann nur Essenz von Liebe sein.