30/08/2026
Fußball aktuell:
Rot Weiß Essen II vs. DJK AdlerUnion Frintrop I 0:2(0:0)
0:1(59.) Y. Reiners, 0:2(73.) Stukator
Derbysieg bei der RWE-Reserve
Starkes Ausrufungszeichen durch echtes Teamwork
Arnd Brechmann:
Eine Hiobsbotschaft ist eine besonders schlechte oder niederschmetternde Nachricht, deren Ursprung in der biblischen Geschichte von Hiob liegt. Und derer erreichten Headcoach Marcel Cornelissen vor dem richtungsweisenden Auswärtsspiel der DJK Adler Union Frintrop beim Landesliganeuling RWE2 diverse. Ja, der Oberligaabsteiger musste bei einem Aufsteiger aus der Bezirksliga antreten. Für Laien eine klare Sache, nicht aber für Experten. Und „Corne“ musste vor dem Anpfiff auf seinen Kapitän verzichten, Dr. Jonas Rübertus, aber auch Vizekapitän und Mittelfeldmotor Elias Brechmann musste passen, noch dazu dessen Stellvertreter, Abwehrchef Leon Engelberg.
Der Essener Wirtschaftspsychologe Reinhard Sprenger hat einen Bestseller geschrieben: „Vertrauen führt!“. Und so machten Marcel Cornelissen und sein Begleiteter am Spielfeldrand, Mattes Potthoff und Torben Grzenia aus der vermeintlichen Not eine Tugend. Der Monsterroutine der RWE-Legenden Timo Brauer, Marcel Platzel und Kevin Grund begegneten die Adlerträger aus der Abteilung „Jugend forsch“! Vertrauen pur für den gesamten Kader und die Youngsters begeisterten die zahlreichen Fans, die vom Wasserturm gen Altenessen gekommen waren.
Von Beginn an zollten sich beide Teams gehörigen Respekt. Die Gastgeber, gut eingestellt von Stefan Lorenz, angetrieben und gesteuert von den Legenden Kevin Grund und Timo Brauer, ließen der Gästen zunächst den Ball. In Halbzeit eins waren Chancen Mangelware, doch beide möglichen Kandidaten um die Torjägerkanone der Landesliga Gruppe 2, Platzo bei den Roten und „Langen“ Reiners bei den Grünen besaßen je eine Chance. Leichte Vorteile bei den Gästen, waren sich die Experten einig. Und: Wer hier das 1:0 erzielt, der wird wohl gewinnen. Spitz auf Knopf!
Und es waren die AdlerUnionisten, die den Führungstreffer nach einer Stunde klug herausspielten. Joel Zwikirsch schlich sich über außen gekonnt ein und sein feiner Pass wurde von Yannick Reiners gekonnt zum 0:1 veredelt. Beide Teams wechselten, das intensive Match zollte kräftemäßigen Tribut. Knapp eine Viertelstunde später schaltete sich der in der Innenverteidigung überragende Steffen Herzog in das Umschaltspiel ein, bediente Domme Stukator, dessen trockener Linksschuss flach ins Netz der Rot-Weißen einschlug.
Bis zum Abpfiff Abnutzungskampf pur, beide Teams beackerten einander hoch intensiv. Nach mehr als fünf Minuten Nachspielzeit der Abpfiff. Derbysieg für den Absteiger beim Aufsteiger. Beide Trainer und Teams zollten einander Respekt, der nicht unverdiente Sieger hatte den Adler auf der jetzt auch breiten Brust!
Coach Marcel Cornelissen dankte der letzten Linie mit Koltermann, Herzog und Togbedji in besonderer Weise, das „zu Null“ sagt Vieles. Aber das gesamte Team hatte diesen Auswärtssieg erarbeitet gegen einen Gegner, der ganz sicher in der Spielzeit für Furore sorgen wird!
Und die Tabelle lügt nicht, die Favoriten sortieren sich bereits oben ein. Und das Auftaktprogramm der Frintroper sieht für den kommenden Sonntag erneut ein Spitzenspiel vor, die Sportfreunde Niederwenigern mit ihrem Sturmtank Moreno Mandel und einem klasse Saisonauftakt kommen an den Wasserturm, der ja zu einer Trutzburg ausgebaut werden soll, folgt man dem ehrgeizigen Marcel Cornelissen. An Duelle gegen die Hattinger gibt es daheim nicht nur positive Erinnerungen. Aber das ist eine ganz andere und neue Geschichte.
Knapp, aber verdient und das zu Null eroberten drei Punkte im Spitzenspiel:
Frenzel, Koltermann, Herzog, Togbedji, Ornot, van den Woldenberg, Thamm, Wissing, Dittner, Zwikirsch, Reiners, Mattes, Daragmeh, Bönisch, Naumann, Stukator
Marcel Cornelißen:
Ich denke, dass wir kein hochklassiges, aber intensives Spiel gesehen haben. Es war für unsere Mannschaft auch ein Stück weit eine Bewährungsprobe, wenn innerhalb einer Woche 3 Kapitäne ausfallen. Aber andere Spieler haben die Rolle dann ausgefüllt. Kämpferisch war das top, spielerisch und in der Positionierung, im Übergangsspiel und bei den Tiefenlaufwegen können wir das besser. Das ist natürlich jammern auf hohem Niveau, aber wir sollten schon versuchen jedes kleine Detail zu verbessern.
Hier alle Ergebnisse vom WE: