Pfairdegerecht Reiten

Pfairdegerecht Reiten

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Trainerin für Dual Aktivierung und Equikinetic nach Michael Geitner - für gesunde und ausbalancier

Photos from Pfairdegerecht Reiten's post 10/08/2026

Der äußere Zügel – oder besser gesagt die Hilfengebung an selbigem – ist mit eine der am häufigsten missverstandenen Hilfen, habe ich manchmal das Gefühl.

Man hört immer wieder: „Der äußere Zügel verhindert das Ausfallen der äußeren Schulter“, „Das Pferd muss an den äußeren Zügel herantreten“, „Der äußere Zügel muss immer dran sein“ etc. pp.

Auch der Satz „Innen treiben, außen begrenzen“ wird oft so verkürzt, dass daraus teilweise ziemlich merkwürdige Reitbilder entstehen.

Wenn ich dann komme und bei Pferden mit verkürzten Hälsen und fester Unterhalsmuskulatur erst einmal das **Nachgeben am inneren Zügel zelebriere**, wirkt das auf die Reiter häufig zunächst befremdlich. 😊

Zum Glück merken sie meist sehr schnell, wie dankbar das Pferd diese Art der Hilfengebung annimmt: Der Hals bekommt wieder Raum, die innere Seite kann loslassen und die Verbindung zur Hand kann überhaupt erst wieder elastischer werden.

Dass das natürlich kein Endstadium ist und der äußere Zügel keineswegs überflüssig wird, steht auf einem anderen Blatt. Das Ziel ist schließlich nicht, dauerhaft „ohne Außenzügel“ zu reiten – sondern dass das Pferd aus Balance und Losgelassenheit heraus eine ehrliche Verbindung auch zum äußeren Zügel suchen kann. Und dafür muss ich diese Verbindung nicht mit der Hand erzwingen oder den äußeren Zügel permanent festhalten.

In der „Reitlehre“ von Wilhelm Müseler ist dieser Zusammenhang übrigens noch einmal sehr schön beschrieben. 😊

10/08/2026

Ich liebe den Pylonenzirkel 🤩

🐴 Wenn weniger Hilfe plötzlich mehr bewirkt …

Der Pylonenzirkel ist viel mehr als ein Kreis aus bunten Hütchen. 💙
https://pferde-ausbildung.de/der-pylonenzirkel-ist-genial-fuer-reiter-und-pferd-um-loszulassen/

Durch die vielen Pylonen entsteht eine Art „Schiene“, die dem Pferd Orientierung und Sicherheit gibt. Gerade nervöse Pferde oder Pferde, die sich gerne festhalten, können hier wunderbar lernen, loszulassen und ihren eigenen Rhythmus zu finden.

Und auch für den Reiter passiert etwas Spannendes:
Weil der Weg so klar vorgegeben ist, braucht es immer weniger Einwirkung. Vorausschauen, fein begleiten, den Rücken des Pferdes im Entlastungssitz frei machen – und einfach mal weniger tun.

✨ Das Ziel?
Den Zirkel irgendwann ganz entspannt am hingegebenen Zügel reiten und das Pferd seine Balance selbst finden lassen.

Auch für ängstliche Reiter ist der Pylonenzirkel eine tolle Übung. Die klare Spur gibt Sicherheit und schafft Vertrauen.

📐 Durchmesser: ca. 12 m
🐎 4 Runden links, 4 Runden rechts
➡️ zuerst Schritt, später Trab
⏱️ max. 6 × 3 Min. Arbeit mit jeweils 1 Min. Pause

Eine einfache Übung, die so viel bewirken kann:
Ruhe. Vertrauen. Balance. Losgelassenheit. 💙

Michael Geitner · pferde-ausbildung.de
Alexandra Schmid · pferdetraining-allgaeu.de

31/07/2026

☝🏼💛💙

Dass Pferde die Farben Blau und Gelb besonders gut wahrnehmen können, gilt heute als gut belegt. Doch warum ist das so?

Für die Farbe Gelb gibt es zumindest eine mögliche Erklärung: Im Tierreich dient Gelb häufig als Warnfarbe und signalisiert Giftigkeit oder Gefahr. Zwar trifft das nicht immer zu, doch die evolutionären Vorteile, diese Farbe zuverlässig erkennen zu können, sind offensichtlich.

Pferde sind Steppentiere – Geschöpfe der Weite. Im Laufe der Evolution haben sie sich hervorragend an ihren Lebensraum angepasst. Als Fluchttiere müssen sie ihre Umgebung jederzeit aufmerksam beobachten, um potenzielle Gefahren und Fressfeinde frühzeitig zu erkennen. Ihr gesamter Organismus ist auf diese Anforderungen ausgerichtet.

Das beginnt bereits bei den Sinnen: Die beweglichen Ohren können Geräusche aus unterschiedlichen Richtungen gleichzeitig orten. Auch der Körper ist optimal angepasst. Die Muskulatur wird besser durchblutet als beim Menschen und Regenerationsprozesse laufen oft schneller ab. Gleichzeitig treten bei Pferden jedoch Arthrosen und Verkalkungen häufiger auf als beim Menschen.

Dass Pferde vor allem Blau, Gelb und verschiedene Grautöne wahrnehmen, ergibt durchaus Sinn, wenn man ihre ursprüngliche Lebensweise als Wildpferde betrachtet. Diese Farben schaffen deutliche Kontraste und erleichtern die Orientierung in der Landschaft.

Ein interessantes Beispiel aus der Tierwelt sind Rentiere (Karibus). Sie können sogar ultraviolettes Licht wahrnehmen – eine Fähigkeit, die den meisten Säugetieren fehlt, da ihre Augenlinse kurzwelliges UV-Licht weitgehend herausfiltert. Das UV-Sehen ermöglicht Rentieren in den schneebedeckten Landschaften der Arktis, Nahrung und Raubtiere besser vom Hintergrund zu unterscheiden.

Möglicherweise verfolgen Pferde mit ihrer auf Blau-, Gelb- und Grautöne spezialisierten Wahrnehmung einen ähnlichen Zweck: Nicht das Erkennen möglichst vieler Farben steht im Vordergrund, sondern das sichere Erkennen von Kontrasten. Ein ausgeprägtes Farbsehen geht häufig zulasten der Konturwahrnehmung – es sei denn, die Farben unterscheiden sich deutlich voneinander.

Die Welt der tierischen Sinne ist noch längst nicht vollständig erforscht. Gerade deshalb bleibt sie ein faszinierendes Forschungsfeld, das sicher noch viele spannende Erkenntnisse bereithalten wird.

Photos from Pfairdegerecht Reiten's post 06/07/2026

Wie abgefahren. Und Rubin wird eher ein Springpferd als ich eine Springreiterin 👀 oh mei, wer rastet, der rostet nimmt da nochmal ganz neue Dimensionen an. 😜

Mein letzter Springkurs ist sicherlich 4 - 5 Jahre her und das merkt man doch deutlich. Während Rubin in unserer letzten Reitstunde einen spitzen ersten Sprung gemacht hat (ich bin sooo stolz 🤩 wer hätte das gedacht) saß ich doch sehr steif oben drauf. aber ich hatte ja glücklicherweise bereits eine Stunde auf dem neuen vereinbart, sodass wir dem Übel gleich mal auf den Grund gehen konnten 😆

Super genial, dass "Rosi" stoisch ihre Endlos-Reihen springt und man sich wirklich bei einem zuverlässigen Rhythmus ausschließlich auf seinen Sitz und das Bewegungsgefühl konzentrieren kann. Hab jetzt ein paar Hausaufgaben als Trockenübung und freue mich sehr auf eine nächste Einheit, um weiter an meinem Springsitz zu feilen 😊

18/06/2026

Wieder zurück vom TÜV! 🚛✅

Aber bevor es zur Hauptuntersuchung geht, bringe ich meinen Hänger immer zum Kfzler meines Vertrauens.
Denn was viele nicht wissen: Der TÜV prüft bei der Hauptuntersuchung die vorgeschriebenen sicherheitsrelevanten Bauteile und die Verkehrssicherheit des Anhängers – der Boden gehört dabei nicht automatisch zum Prüfumfang. Mordsgefährlich!

Verlasst euch nicht auf die zweijährliche TÜV-Plakette und denkt, dass damit auch der Zustand des Bodens bestätigt ist. Feuchtigkeit, Fäulnis oder Materialermüdung können oft lange unbemerkt bleiben, wenn man sich nicht selbst darum kümmert.

Mein Hänger ging zum Glück ohne Beanstandungen von Kfzler und TÜV-Menschen durch und ist somit für weitere Touren gerüstet ❤️🐴

Photos from Pfairdegerecht Reiten's post 05/05/2026

Am Sonntag waren wir auf dem Trailturnier auf der Wunderburg in Marloffstein. 🏇

Bei uns hat der Trail ja schon mit dem Hängerfahren angefangen 😆nachdem Rubin letztes Jahr nach unserem Working-Equitation-Kurs nicht mehr einsteigen wollte. Ich hatte den Winter allerdings geübt und es ging auch am Tag x dann absolut problemlos 🍀genannt hatte ich leichtsinnigerweise den "schweren gerittenen" Trail, da dies der letzte Block an dem Tag war und ich den Hängerstress von zu viel ankommenden und wegfahrenden Hängern vermeiden wollte.

Ich wusste im Prinzip gar nicht, was uns erwartet und war dann doch etwas geschockt - v.a. von den ganzen "rückwärts"-Aufgaben. Bis vor einem Jahr ist Rubin noch gar nicht rückwärts gelaufen 👀und jetzt soll er durch´s L und v.a. um eine Tonne im Kreis? Ohne Durcharbeitung? Na, herzlichen Glückwunsch. Tatsächlich war dann der Kreis gar nicht so schwer, in Kombination mit Vorhandwendung und jeweils ein bis zwei Schritten rückwärts doch irgendwie machbar. Leider ist er am Schluss trotzdem raus bzw. hat eine Stange verschoben, weshalb es dann nur 2 Punkte gab. das L haben wir vorwärts geschafft 😂 auch zwei Punkte ✌ Endgegner war die "Waschanlage", die uns dann leider auch besiegt hat. Die netten Helfer haben sie uns am Ende geöffnet, sodass wir (punktlos) noch mutig hindurch marschiert sind. Brücke, Klappersack und Kreisel hat er mit voller Punktzahl geschafft 💪und beim Bällebad (mit den vorderen Beinen rein, 90° ums Eck und dann gerade durch das Bad durch) hat er zwei Anläufe gebraucht, es dann aber ebenfalls super gemacht.

Alles in allem bin ich mehr als zufrieden und habe einen 9. Platz (von 14) mit nach Hause gebracht 🤩außerdem einiges an Hausaufgaben - v.a. rückwärtsrichten.

Photos from Pfairdegerecht Reiten's post 30/04/2026

**Warum Achterschlaufen so wertvoll sind**

Die Achterschlaufe ist nicht nur eine schöne Linienführung.
Sie ist ein Trainingsfeld fürs Nervensystem.

Und genau deshalb ist sie unersetzlich für dein regelmäßiges Training!

In jeder Runde passiert:

➡️ Richtungswechsel
➡️ Perspektivwechsel
➡️ Körper neu organisieren

Und jetzt wird’s spannend 👇

🧠 Nervensystem statt „Übung“

Die Acht gibt deinem Pferd genau das, was Lernen braucht:

• Wiederholung → Sicherheit
• Variation → echtes Lernen
• Orientierung → weniger Stress
• Raum → eigene Lösungen

➡️ Das Nervensystem muss nicht kämpfen – es darf organisieren

🧩 Warum sie reguliert (und nicht nur trainiert)

Die Acht bringt dein Pferd in genau den Zustand, in dem Lernen möglich ist:

-> rhythmische Bewegung → beruhigt das Stresssystem
-> klare Struktur (Pylonen!) → reduziert Suchstress
-> Wechsel links/rechts → vernetzt beide Gehirnhälften
-> Kreuzbewegungen → ordnen den ganzen Körper

👉 Ergebnis:
mehr Klarheit im Kopf → mehr Qualität in der Bewegung

Damit trainierst du also ganz bewusst die Selbstregulation, Körperwahrnehmung, Orientierung im Raum und die Lösungsfähigkeit. Nachhaltiger geht kaum! ✌☺



23/04/2026

„Einen Hauch tiefer“ – ein Satz, der schnell für Diskussionen sorgt, weil viele dabei sofort an „eng“ denken.

Dabei liegt zwischen tief und eng ein himmelweiter Unterschied. In diesem Fall geht es nicht um spektakuläre Veränderungen oder ein „Wow, komplett anders“, sondern um feine Nuancen – manchmal wirklich nur um einen Zentimeter. Und genau dieser kleine Unterschied kann entscheidend sein: für das Zusammenspiel der Muskelketten, für mehr Losgelassenheit und dafür, dass das Pferd besser aus dem Körper heraus tragen kann. Von außen ist das oft kaum sichtbar, für das Pferd aber deutlich spürbar.

Nicht jedes „tiefer“ ist gleich – und nicht jede Veränderung muss groß sein, um sinnvoll zu sein.

Photos from Pfairdegerecht Reiten's post 11/04/2026

Soooo ein schöner Ausritt mit Sophie und Snickers 🤩 herrlich, dass es wieder rauswärts geht. Und wir konnten sogar unseren Endgegner Wasser besiegen 🤘🏼🎉

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