RADgeber Sebastian Risse

RADgeber Sebastian Risse

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Ein Fahrrad das dir passt. Und das gute Gefühl, richtig entschieden zu haben -
Bikefitting | markenoffene Werkstatt | Custom Bikes

Der RADgeber ist der Fahrradladen und Tretrollershop in Sichtweite des Erfurter Hauptbahnhofes. Bei uns gehen Glücklichradler ein und aus. Von der Reparatur über individuelle Sitzpositionsoptimierung bis hin zum ergonomisch angepassten und maßgefertigten Fahrrad und Tretroller gibt es beim RADgeber genau das Passende. Für uns geht es um Fahrspaß - also das Lächeln bei der Nutzung Ihres Gefährtes.

Photos from RADgeber Sebastian Risse's post 19/08/2026

𝗥𝗘𝗡𝗡𝗥𝗔𝗗 𝗢𝗗𝗘𝗥 𝗚𝗥𝗔𝗩𝗘𝗟𝗕𝗜𝗞𝗘?

Vor genau dieser Frage stand Christian.

Das erste Dropbar-Bike sollte es werden. Schnell auf Asphalt. Aber eben nicht auf Asphalt festgelegt.

Die Lösung: ein Gravelbike – mit Rennradgenen.

Die groben Gravelreifen kamen runter. Stattdessen rollt der 𝗖𝗵𝗮𝗹𝗹𝗲𝗻𝗴𝗲 𝗦𝘁𝗿𝗮𝗱𝗮 𝗕𝗶𝗮𝗻𝗰𝗮. Ein schneller Reifen mit minimalem Profil, der Asphalt liebt und sich auf den weißen Schotterstraßen, nach denen er benannt ist, genauso zu Hause fühlt.

Und genau hier verschwimmen die Grenzen.

Denn die Geometrien eines modernen Gravelbikes und eines Allroad-Rennrads können erstaunlich nah beieinanderliegen.

Und Christians Gravel kann noch etwas: An der hinteren Steckachse sitzt die Kupplung für den 𝗧𝗵𝘂𝗹𝗲-𝗔𝗻𝗵𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗿.

Morgens schnell zur Arbeit. Nachmittags Tochter einpacken und gemeinsam los.

Damit ist es für Christian tatsächlich die 𝗲𝗶𝗲𝗿𝗹𝗲𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗪𝗼𝗹𝗹𝗺𝗶𝗹𝗰𝗵𝘀𝗮𝘂 geworden.

Papa darf vorne einen rauslassen. Und die Tochter lernt hinten schon mal, was später richtig Spaß macht. 😄

Deshalb ist die bessere Frage manchmal gar nicht: 𝗥𝗲𝗻𝗻𝗿𝗮𝗱 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗿𝗮𝘃𝗲𝗹?

Sondern: 𝗪𝗼 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗹𝗹𝘀𝘁 𝗗𝗨 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗳𝗮𝗵𝗿𝗲𝗻?

Danach sollte sich das Fahrrad richten.

12/08/2026

SO macht Werkstatt Spaß.

Motor raus – und darunter: kein Kabelsalat.
Keine gequetschten Leitungen. Kein „wird schon irgendwie passen“.

Stattdessen eine klare Kabelführung, genügend Platz und sogar Reserven für zusätzliche Leitungen.

Klingt das selbstverständlich? Ist es leider nicht.

Deshalb dachte ich mir, das zeige ich dir: Wenn ein Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat.

So baut man ein E-Bike, an dem auch die Werkstatt gerne arbeitet.

29/07/2026

Tiefer Lenker = sportlich? Falsch gedacht.

Viele beurteilen ein Fahrrad ausschließlich nach dem Höhenunterschied zwischen Sattel und Lenker.

Dabei entscheidet nicht das Fahrrad über deine Sitzposition – sondern dein Körper.

Warum diese Faustregel oft in die Irre führt, zeige ich dir im Video.

Photos from RADgeber Sebastian Risse's post 24/07/2026

Fast jedes zweite Rennrad, das ich sehe, hat dieses Problem:

Es sind oft keine teuren Teile, die den Unterschied machen. Sondern wenige Grad.

Ich sehe immer wieder Bremsschalthebel, die zu tief montiert sind. Das fällt zunächst kaum auf. Nach einigen Kilometern schon.

Die Hand knickt stärker ab. Mehr Druck landet auf dem Handballen. Das Risiko für einschlafende Hände steigt.

Noch spannender wird es nach dem Wickeln des Lenkerbands. Das Lenkerband baut auf dem Lenker mehr Material auf als auf dem Hebel. Dadurch entsteht eine weitere Stufe. Wird der Brifter vorher nicht etwas steiler montiert, verschlechtert sich der Übergang zusätzlich.

Dabei gibt es eine einfache Orientierung:

• Sehr sportliche Rennräder und Gravelbikes mit großer Lenkerüberhöhung: 0–5° Anstieg.

• Endurance-Rennräder, Gravelbikes: 5–10° Anstieg.

Das sind Richtwerte. Entscheidend bleibt immer deine Sitzposition und wie dein Körper auf dem Rad arbeitet.

Speichere dir den Beitrag. Beim nächsten Lenkerbandwechsel kannst du die Einstellung in zwei Minuten kontrollieren.

Photos from RADgeber Sebastian Risse's post 22/07/2026

Die wichtigsten Änderungen an diesem Rennrad beginnen mit zwei Zentimetern.

Dieses Fahrrad habe ich nach einem Bikefitting aufgebaut.

Von außen sieht es fast aus wie jedes andere.

Tatsächlich unterscheiden sich nur wenige Dinge.
• Der Lenker sitzt 2 cm höher, ist 2 cm näher an dir dran.
• Er ist 2 cm breiter.
• Der Sattel passt zum Menschen statt zur Serienausstattung.

Mehr war gar nicht nötig.

Und genau das überrascht viele.

Beim Fahrradkauf wird oft zuerst über Rahmenmaterial, Laufräder oder Schaltung gesprochen.

Ich gehe den umgekehrten Weg.

Zuerst schaue ich auf den Menschen.

Wie beweglich ist er/sie?
Welche Schmerzen verhindern, dass Radfahren für dich zum Erlebnis wird?
Wie lang sind Oberkörper und Beine?
Welche Haltung kannst du dauerhaft einnehmen?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, suche ich das passende Fahrrad aus und passe es an.

Das Ergebnis sieht oft unspektakulär aus. Und fühlt sich völlig anders an.

Funktion zuerst. Optik danach.

Ein schönes Fahrrad macht nur dann lange Freude, wenn es auch wirklich zu dir passt.

Argon 18

15/07/2026

Am Stopfen gescheitert!?

Kennst du das? Du wickelst das Lenkerband sauber, willst den Stopfen einsetzen – und plötzlich passt er einfach nicht mehr.

Genau das ist mir mit einem Brooks-Lenkerband passiert.

Jeder Lenker hat andere Wandstärken. Jeder wickelt ein Lenkerband etwas anders. Und genau deshalb funktioniert die Theorie nicht immer in der Praxis.

Im Video zeige ich dir meinen einfachen Trick, mit dem der Stopfen trotzdem sauber sitzt und das Lenkerband sicher festgeklemmt wird.

Hat dir der Tipp geholfen? Oder hast du eine andere Lösung? Schreib sie gern in die Kommentare.

08/07/2026

Manche Dinge fallen mir erst auf, wenn sie endlich richtig sind.

Dein Daumen findet sie, ohne zu suchen. Deine Hand bleibt sicher am Schalthebel. Du klingelst. Du bremst. Du behältst die Kontrolle.

Genau so sollte meine ideale Fahrradklingel funktionieren.

Ich habe sie gefunden.

Kein Umgreifen. Kein Nachdenken. Keine Kompromisse.

Sie sitzt dort, wo sie schon immer hingehört hat: unauffällig unter dem rechten Schalthebel meines Gravellenkers. Fast unsichtbar. Immer erreichbar.

Und wenn vor mir ein Kind plötzlich die Richtung wechselt, zählt kein Design. Es zählt der Bruchteil einer Sekunde.

Meine Klingel klingt klar. Sie verschwindet optisch. Und sie ist genau dann da, wenn ich sie brauche.

Manchmal ist die beste Lösung die, an die ich nicht dachte. Bis ich sie erblickte.

01/07/2026

𝗗𝗶𝗲 𝘄𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴𝘀𝘁𝗲 𝗩𝗮𝗿𝗶𝗮𝗯𝗹𝗲 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝗯𝗲𝗶𝗺 𝗙𝗮𝗵𝗿𝗿𝗮𝗱𝗸𝗮𝘂𝗳 𝗼𝗳𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗴𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻

Ich erlebe regelmäßig Menschen, die unglaublich viel über Fahrräder wissen.

👉 Sie kennen jede neue Schaltung.
👉 Sie kennen Rahmenmaterialien.
👉 Sie kennen Reifenbreiten.
👉 Sie kennen Übersetzungen.

Sie haben Tests gelesen.
Videos geschaut.
Foren durchforstet.

Und dann stelle ich eine einfache Frage:

Was weißt du eigentlich über deinen eigenen Körper?

Oft wird es dann erstaunlich still.

Denn viele Menschen lernen ihre Komponenten besser kennen als ihre körperlichen Voraussetzungen.

Dabei entscheidet nicht die Werbung, ob ein Lenker passt.

Nicht ein Testbericht.

Nicht ein Influencer.

Sondern dein Körper.

❗ Deine Beweglichkeit.
❗ Deine Proportionen.
❗ Deine Verletzungen.
❗ Deine Geschichte.

Trotzdem wird häufig versucht, den Menschen an das Produkt anzupassen.

Der Rahmen ist zu lang?
Dann muss ich beweglicher werden.

Der Lenker ist zu tief?
Dann muss ich trainieren.

Die Hände schlafen ein?
Dann gehört das vielleicht dazu.

Nein.

Schmerzen sind keine Auszeichnung.

Und ein Fahrrad wird nicht passend, nur weil man lange genug darauf sitzt.

Vielleicht sollten wir beim Fahrradkauf weniger Zeit damit verbringen, Komponenten zu studieren.

Und etwas mehr Zeit damit, den Menschen kennenzulernen, der am Ende darauf fahren soll.

Photos from RADgeber Sebastian Risse's post 24/06/2026

Wie würdest du drei Kinder jeden Morgen 12 Kilometer weit zur Schule bringen?

Genau vor dieser Frage stand meine Kundin. 🚲

Sie ist Lehrerin, hat drei Kinder unterschiedlichen Alters und wohnt inzwischen rund 12 Kilometer von der Schule entfernt.

Natürlich gab es die Idee, dass jedes Kind mit dem eigenen Fahrrad fährt.

In der Praxis zeigte sich schnell:

Kinder fahren unterschiedlich schnell.
Kinder reagieren unterschiedlich im Straßenverkehr.
Und morgens soll der Weg zur Schule vor allem sicher und zuverlässig funktionieren.

Deshalb entstand die Idee eines Lastenrades.

Bevor wir über Marken, Modelle oder Preise gesprochen haben, haben wir uns ihren Alltag angesehen:

👉 Wie sieht ein typischer Morgen aus?
👉 Wer fährt wann mit?
👉 Welche Strecken werden gefahren?
👉 Wie wichtig sind Wetterschutz, Sicherheit und Stauraum?

Erst danach haben wir angefangen, Lösungen zu vergleichen.

Das Interessante dabei:

Vor unserem Gespräch hatte sie dieses Fahrrad überhaupt nicht auf dem Schirm.

Und genau das erlebe ich häufig.

Die größte Herausforderung ist selten die fehlende Auswahl.

Die Herausforderung ist, aus hunderten Möglichkeiten diejenige zu finden, die wirklich zum Leben eines Menschen passt.

Ihre Rückmeldung hat mich besonders gefreut:

"Du hast dich wirklich mit mir beschäftigt und die richtigen Fragen gestellt. Dadurch habe ich mich abgeholt gefühlt."

Genau so sollte Fahrradberatung sein.

Nicht das Fahrrad zuerst.

Sondern der Mensch.

Photos from RADgeber Sebastian Risse's post 11/06/2026

Dem Hersteller bist du egal.

Viele kommen zu mir und sagen: „Meine Hände schlafen ein.“

Die Hände sind dabei selten das eigentliche Problem. Sie zeigen nur, dass irgendwo anders etwas nicht passt.

Bei diesem Scott Gravelbike war schnell klar: Der Fahrer brauchte sass sportlich tief und suchte eine deutliche Entlastung für seine einschlafenden Hände.

Also habe ich ihn zuerst richtig auf den Sattel gesetzt und dann den Sattel ganz nach hinten gebracht, um mehr Körpergewicht über den Sattel zu abzuleiten.

Das reichte nicht. Es blieb eine Frage: Wie bekomme ich den Lenker höher?

Die meisten hätten an dieser Stelle aufgegeben. Das Cockpit war vollständig integriert. Bremsleitungen und Züge verschwinden direkt im Vorbau. Laut Lehrbuch lässt sich hier nichts verändern.

Also brauchte ich eine andere Lösung.

Das Bauteil auf den Bildern entstand im 3D-Druck und ermöglicht es, die Leitungen oberhalb des Steuersatzes herauszuführen. Dadurch wurde der Weg frei für einen anderen Vorbau und eine höhere Lenkerposition.

Das Ergebnis:

👉 deutlich weniger Last auf den Händen
👉 etwa 25 mm mehr Griffhöhe
👉 ein Fahrrad, das sich endlich entspannter fahren lässt

Was mir daran gefällt:

Von außen wirkt es, als wäre es schon immer so gewesen.

Genau das ist gutes Bikefitting.

Nicht jedes Fahrrad lässt sich retten. Nicht jede Konstruktion bietet diese Möglichkeiten.

Dieses Rad schon.

Und genau deshalb lohnt es sich, vor dem Fahrradkauf zu überlegen, welche Anpassungen später überhaupt möglich sind.

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