13/08/2026
Der Weg zur Kita oder Schule wirkt kurz und ungefährlich – bis der Gedanke kommt: Was ist, wenn heute jemand stehen bleibt, ruft oder lockt? Die meisten Kinder gehen nicht mit, weil sie „dumm“ sind, sondern weil sie gelernt haben: Sei höflich, hör zu, sei freundlich zu Erwachsenen.
Einmal „Bitte nicht mit Fremden mitgehen“ reicht nicht. In Stressmomenten ruft nicht der letzte Vortrag im Kopf, sondern das, was im Körper geübt ist. Wenn dein Kind so etwas zum ersten Mal draußen hört, ist es oft schon zu überfordert, um klar NEIN zu sagen.
Darum spielen wir solche Situationen im Training durch. Ein Erwachsener ruft, ein Trainer bietet „Schokolade“ an, und dein Kind übt: stehen bleiben, laut „Nein, ich komme nicht mit!“ sagen, weggehen und Hilfe holen. Immer wieder, bis der Körper weiß, was zu tun ist, bevor die Angst übernimmt.
Aus dem unsicheren „Was wäre wenn?“ wird ein klares inneres Drehbuch: Wenn jemand mich lockt, sage ich NEIN, gehe weg, hole Hilfe. Und dein Kind erlebt, dass es stark sein darf, auch wenn es klein ist.
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