Business Coach Jochen Welsch

Business Coach Jochen Welsch

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Als Business Coach und Trainer für Führungskräfte und Persönlichkeiten unterstütze ich dich dab

27/08/2026

Maximal 20 Prozent der Fragen in deinen Meetings sind echte Fragen.

Das ist die Zahl, die ich höre, wenn ich meine Coachees frage, wie das Verhältnis in ihren Meetings aussieht. Der ganze Rest sind politische Fragen. Da geht es überhaupt nicht um Zahlen, Daten und Fakten, sondern um die Hackordnung. Jemand will zeigen, wer hier das Spiel bestimmt, und es ist durchaus gewollt, dass du dabei schlecht dastehst. 🎯

Und trotzdem hängen wir uns genau daran auf. Weil eben jeder von uns diesen inneren Antwortzwang kennt. Sobald die fiese Frage im Raum steht, schnappt die Falle zu, dein Reflex schießt durch die Decke und du bist schon mitten in der Rechtfertigung. Dabei ist ein Meeting doch dazu da, dass du deine Arbeit und deine Fortschritte zeigen kannst. Nicht um blöde Einwände zu beantworten. 🤐

Wirst du verbal angegriffen, dann mach ab sofort das. Halte die Stille für dreieinhalb Sekunden, atme einmal bewusst aus und entscheide für dich, ist das eine echte Informationsfrage oder der Start eines Machtspielchens. Allein diese Unterscheidung nimmt dir schon den halben Druck. ⏱️

Und falls du deine Fakten gerade nicht parat hast, dann sag ganz ruhig, das ist eine berechtigte Frage, die liefere ich dir gerne nach.

Was war die letzte Frage, die du eigentlich gar nicht hättest beantworten müssen?

24/08/2026

Die beste Antwort im Meeting verpufft, wenn du dabei den Falschen anschaust.

Ich bin mir fast sicher, du hast diesen Fehler auch schon gemacht, den ich erlebe aber immer wieder, dass Führungskräfte in meinen Trainings die passenden Worte finden und trotzdem den Raum verlieren.

Stell dir vor, jemand greift dich verbal an und du gibst deine Antwort, während du ihn dabei fest im Blick behältst. Dann bleibst du mit ihm in einem Zweikampf. Und weil er die Kontrolle behalten will, schmettert er sofort die nächste Frage hinterher. Ihr seid dann zwei Leute, die sich duellieren, und die anderen vier im Raum schauen zu.

Es gibt aber eine ganz einfache Lösung für dieses Problem.

➡️ Wenn der Angriff kommt, schau ihn kurz an und halte den Blick. Damit zeigst du, dass du den Einwand gehört hast und ihm nicht ausweichst.

➡️ Sobald du zu deinem Gegenargument ansetzt, nimm den Blick weg von ihm und öffne ihn für die anderen im Raum.

Dadurch, dass du ihm den Blick entziehst, nimmst du ihm die Spielfläche. Er kann nicht nachlegen, weil er dich gar nicht mehr erreicht. Deine Antwort gehört ab diesem Moment dem Raum und nicht mehr ihm.

Deine Technik ist also nur die Hälfte. Die andere Hälfte ist die Balance aus Körpersprache, Stimme und Inhalt. Ohne die verpufft selbst der klügste Konter.

Achtest du im Meeting darauf, wen du beim Antworten anschaust?

20/08/2026

Dir fehlen im Meeting nicht die Worte. Dir fehlt etwas ganz anderes.

Du kennst diesen Moment. Du präsentierst dein Konzept, bist voll in deinem Element und kennst deine Zahlen, Daten und Fakten. Dann kommt der Spruch vom Kollegen, dafür haben wir eh kein Budget. Dein Magen krampft, das Adrenalin schießt hoch und du sagst nichts.

Und das Bittere daran ist, dass nicht nur deine Stimmung in dieser Sekunde kippt. Die Stimmung im ganzen Raum geht mit runter. Es entsteht diese peinliche Sprachlosigkeit und damit ist dein Konzept erledigt, egal wie gut es vorbereitet war. 🏓

Die meisten glauben danach, sie seien einfach nicht schlagfertig genug. Das ist aber kein Wortschatzproblem. Du wurdest emotional überrumpelt und in diesem Tief kann dein Kopf gar nicht mehr kontern. Genau deshalb fällt dir die perfekte Antwort erst Stunden später ein, nämlich dann, wenn du wieder entspannt bist. 🧠

Und jetzt kommt die gute Nachricht. In diesem Moment ist es fast egal, was du sagst. Es geht einfach nur darum, den Ball wieder aufzunehmen und die Kontrolle im Gespräch zurückzuholen. Schlagfertig ist nämlich nicht der, dem der cleverste Spruch einfällt, sondern der, der am schnellsten kontert.

Wie lange dauert es bei dir, bis dir die passende Antwort einfällt? ⬇️

18/08/2026

„Dafür haben wir eh kein Budget.“

Du hörst diese fünf Wörter und schlagartig ist dein halbes Quartal erledigt.
Ich arbeite seit über zehn Jahren mit Führungskräften und erlebe diesen Moment jede Woche in meinen Coachings. Du hast wochenlang an einem Konzept gearbeitet, du kennst deine Zahlen, Daten und Fakten und du gehst vorbereitet und positiv in dieses Meeting.

Nach einigen Minuten kommt dann der Spruch vom Kollegen. Dein Magen krampft, das Adrenalin schießt hoch und du sagst nichts.

Nach dem Meeting fällt dir die richtige Antwort natürlich ein. „Hätte ich doch mal das gesagt.“ „Nächstes Mal zeige ich es ihm!“

Was ich aber auch häufig sehe, ist, dass in dieser Sekunde nicht nur deine Stimmung kippt, sondern es kippt die Stimmung im ganzen Raum. Es entsteht diese peinliche Sprachlosigkeit und dein Konzept, an dem du wochenlang gearbeitet hast, ist vom Tisch.

Viele würden jetzt sagen: „Ich bin einfach nicht schlagfertig genug.“

Aber das ist falsch! Und diese Erklärung kostet Unternehmen viel Geld, weil fundierte Entscheidungen selten an schlechten Argumenten scheitern. Meistens scheitert es an Menschen, die im entscheidenden Moment nicht antworten konnten.

Dir fehlen nämlich nicht die Worte, sondern du wurdest emotional überrumpelt und in diesem Tief kann dein Kopf gar nicht mehr kontern. Deshalb kommt die perfekte Antwort auch genau dann, wenn du wieder entspannt bist.

In meinem neuen Video zeige ich dir, warum dir die Worte fehlen und mit welchen drei Hebeln du jede dieser Situationen drehst.

13/08/2026

Viele Führungskräfte glauben, wenn sie ein Mitarbeitergespräch führen, dann hören sie auch zu...

Aber ist das wirklich so?

Ich erlebe das jede Woche in meinen Coachings. Eine Führungskraft sitzt im Gespräch, das Gegenüber sagt etwas Kritisches, und innerlich schnappt sofort die Abwehr zu. Der Gedanke dahinter ist fast immer derselbe. Wenn ich dem jetzt zu viel Raum gebe, verliere ich meine Position.

Lange dachte ich, das sei eine Frage von Technik. Bessere Fragen, mehr Blickkontakt, öfter nicken. Dann habe ich erkannt, dass es um etwas ganz anderes geht. mVerstehen ist nicht dasselbe wie Einverständnis.

Du kannst deinem Mitarbeiter maximal scharf und tief zuhören, um seine Position vollständig zu durchdringen. Und ihm danach in aller Entschiedenheit widersprechen. Der Unterschied ist nur, dass du dann nicht aus einem Vorurteil heraus widersprichst, sondern auf Basis echter Fakten. Und genau das macht deine Führung nicht weichgespült. Es macht sie durchsetzungsstärker.

Denn solange du nur zuhörst, um zu antworten, argumentierst du gegen ein Bild in deinem Kopf. Erst wenn du die echte Logik deines Gegenübers verstanden hast, triffst du eine Entscheidung, die wirklich trägt. Das kostet dich im Gespräch vielleicht fünf unbequeme Sekunden. Und es entscheidet darüber, ob dein Team dir die wichtigen Dinge noch sagt oder eben nicht mehr.

Hörst du zu, um zu verstehen? Oder um zu antworten?

10/08/2026

Dein Team ist im Meeting plötzlich auffällig ruhig? Das ist keine Harmonie, sondern ein Warnsignal.

Die gute Nachricht ist, du kannst das umdrehen. Und zwar mit einem anderen Ohr beim Zuhören. Ich nenne es das Detektiv-Ohr. Ein Detektiv sucht keine Bestätigung für das, was er ohnehin schon glaubt. Er will den Fall lösen und die innere Logik seines Gegenübers verstehen. 🔍

Der erste Schritt dahin ist eine Haltung, die ich in meinen Trainings die innere Gastfreundschaft nenne. Wenn ein fremder oder unbequemer Gedanke kommt, weist du ihn normalerweise sofort an der Türschwelle ab. Innere Gastfreundschaft heißt, du lässt diesen Gedanken erstmal rein und bewirtest ihn wie einen Gast. Du schaust ihn dir in Ruhe an, ohne ihn sofort zu bewerten. 🚪

Der Hebel dafür ist eine einzige Frage. Unter welchen Bedingungen ergibt das, was mein Gegenüber gerade sagt, für ihn tatsächlich Sinn? Du suchst nicht mehr nach dem Fehler im Argument, sondern nach der Logik dahinter. Und du lässt den anderen seinen Gedanken erstmal zu Ende führen. 💡

Wie oft lässt du im Gespräch wirklich ausreden?

06/08/2026

Du hältst dich für einen empathischen Chef. Und trotzdem erfährst du wichtige Probleme im Team immer als Letzter.

Das liegt nicht daran, dass du nicht zuhörst. Es liegt daran, wie du zuhörst. Die meisten von uns sitzen im Gespräch innerlich im Wartezimmer. Dein Mitarbeiter redet noch und in deinem Kopf läuft schon ein anderer Film. Du legst dir das nächste Gegenargument zurecht oder denkst, der will doch eh nur wieder mehr Budget. 🎧

Und jetzt kommt der Teil, den kaum jemand zugibt. Du hörst gar nicht das, was der andere sagt. Du hörst das, was du gerade fühlst. Unter Druck deutet dein Gehirn jede berechtigte Kritik sofort als Angriff. Das Bittere daran ist, dass du es selbst nicht merkst, weil du das passende Vokabular längst beherrschst. Du sagst Sätze wie: „ich höre dir zu“ und „wir reden auf Augenhöhe.“ 🤐

Nur ändert sich am Ende des Gesprächs eben nichts. Und irgendwann sagen dir deine besten Leute die wichtigen Dinge einfach nicht mehr. 📉

Wann hast du zuletzt zugehört, ohne innerlich schon deine Antwort vorzubereiten?

04/08/2026

Dein Team belügt dich nicht. Es hat nur aufgehört, dir die Wahrheit zu sagen.

Und das hat fast immer denselben Grund. Du hörst zwar zu, aber im falschen Modus. Ich nenne ihn das Wartezimmer-Ohr. Du wartest innerlich nur darauf, endlich selbst dran zu sein, während dein Gegenüber noch spricht. Das ist erstmal völlig menschlich. Nur bekommst du damit nie die ehrlichen Antworten, auf die es wirklich ankommt. 👂

Der eigentliche Grund dahinter ist unbequem. Echtes Zuhören erzeugt Verantwortung. Sobald du die ungeschönte Wahrheit deines Teams wirklich an dich heranlässt, kannst du dich nicht mehr rausreden. Dann musst du handeln. Genau deshalb schaltest du unbewusst auf Durchzug. 🧠

In meinem neuen Video zeige ich dir, wie du auf das Detektiv-Ohr umschaltest und mit einem einzigen Hebel dafür sorgst, dass dein Team dir wieder die wichtigen Dinge sagt. Schlechtes Zuhören ist nämlich kein weiches Thema. Es kostet dich Vertrauen, Zeit und deine besten Leute. 🎬

Was schätzt du, wie oft hörst du wirklich zu?

30/07/2026

Mitarbeitende zu loben ist wie Fast Food: macht kurz satt, aber viel bringen tut es nicht.

Die meisten Führungskräfte scheitern bei Wertschätzung nicht am Willen, sondern daran, dass sie nicht wissen, wie sie es sagen sollen, ohne aufgesetzt zu klingen.

Genau dafür gibt es eine einfache Formel aus drei Schritten. Sie dauert keine 60 Sekunden ⏱️ und du kannst sie ab heute in jedes Gespräch einbauen.

➡️ 📸 Schritt eins ist deine Beobachtung.
Du benennst ganz konkret, was du gesehen hast, ohne es zu bewerten.
Zum Beispiel: Du hast mir gestern bei den Zahlen für die Präsentation geholfen.

➡️🧪 Schritt zwei ist die Wirkung.
Du beschreibst, was dieser Beitrag deines Gegenübers bei dir ausgelöst hat.
Zum Beispiel: Dadurch konnte ich mich voll auf den Inhalt konzentrieren und bin entspannt ins Meeting gegangen.

➡️ 🎁 Schritt drei ist dein erfülltes Bedürfnis.
Du sprichst aus, welches Bedürfnis von dir dadurch erfüllt wurde.
Zum Beispiel: Danke, dass du in dem Moment mein Bedürfnis nach Entlastung gesehen hast.

🌟Und weißt du, was dann passiert?
Dein Mitarbeiter hört nicht mehr nur ein schnelles „super gemacht“. Er hört, du hast etwas in mir ausgelöst, das mir wichtig ist. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Bewertung und einer echten Begegnung ✨

Trau dich, deinen nächsten Satz nach dieser Formel zu formulieren. Was glaubst du, wie dein Team darauf reagiert? 💬

28/07/2026

In jedem Team gibt es einen Vertrag, den niemand je unterschrieben hat 📄.
Und trotzdem entscheidet er darüber, ob dein bestes Teammitglied bleibt oder innerlich kündigt.

In der Forschung heißt er der psychologische Arbeitsvertrag. Er besteht aus lauter gegenseitigen Erwartungen, die nirgendwo festgehalten sind. Dein Mitarbeiter erwartet, dass seine Arbeit gesehen wird und dass du ihm den Rücken stärkst, wenn es eng wird. Du erwartest im Gegenzug Loyalität, Engagement und Leistung.

Das Problem beginnt, wenn einer den Vertrag bricht. Oft ohne es überhaupt zu merken. Die Führungskraft, die ihren Mitarbeiter in einer heiklen Situation allein stehen lässt. Oder die eigenverantwortliches Arbeiten verspricht und dann doch ins Micromanagement rutscht. Die Folge ist fast immer dieselbe. Erst kommt die Unzufriedenheit und dann der leise Rückzug.

Was daran wirklich tückisch ist?
Dieser Vertrag bricht selten durch ein großes Ereignis ⚠️.
Er bricht durch tausende kleine Momente des Nichtsehens.
Deine eigentliche Aufgabe ist es deshalb, zu verstehen, was dein Team von dir erwartet, ohne dass es je ausgesprochen wurde.

Welche unausgesprochene Erwartung hast du vielleicht schon mal übersehen? Schreib es mir gern in die Kommentare 💬

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