08/09/2026
Es geht nicht um eine Ärztin. Es geht um uns alle.
Natürlich darf man kritisieren, wenn unser Bundeskanzler Menschen als „Nutznießer“ bezeichnet. Ärzte, Pflegekräfte und Hebammen leisten unverzichtbare Arbeit. Und Hebammen reden seit Monaten schon darüber ... Aber keiner hört hin.
Erinnern wir uns kurz an Corona: Damals waren einige „systemrelevant“, während andere plötzlich nicht mehr arbeiten durften und erfahren mussten, wie wenig ihre Arbeit offenbar wert war. Wo waren da die Ärzte? Wo war die Solidarität? Sie haben mitgemacht.
Heute streiten wir darüber, wer systemrelevant ist.
Dabei ist jeder Mensch relevant
Eine Gesellschaft muss heterogen sein, damit sie funktioniert.
Unser Problem ist größer: Gesundheit, Bildung, Familien, Pflege, Steuern, Bürokratie, Umweltpolitik und unser Sozialsystem – überall fehlt es an nachhaltigen Lösungen. Andere Länder machen es doch erfolgreich vor. Deutschland kennt nur Steuern, die danach für Kriege verschwendet werden.
Wir behandeln Krankheiten, statt Prävention konsequent zu fördern. Wir belasten Bürger immer stärker, anstatt Strukturen grundlegend zu reformieren. Schulen verfallen, Gewalt nimmt zu. Und mit KI steht bereits die nächste gewaltige gesellschaftliche Veränderung vor der Tür. Lösungen? Nicht in Sicht!
Deshalb glaube ich nicht, dass ein neuer Kanzler allein etwas ändern wird.
Wir brauchen keinen neuen Hauptdarsteller in der politischen Wrestling-Show. Wir brauchen gesellschaftlichen Wandel.
1989 waren es nicht bestimmte Berufsgruppen, die aufgestanden sind. Es waren ganz normale Menschen. Es war das Volk.
Und auch heute gilt:
Die Macht geht vom Volke aus.
Wenn wir irgendwann gemeinsam sagen: „Es reicht.“ – dann kann sich etwas verändern.
Für eine Gesellschaft, in der der Mensch wieder im Mittelpunkt steht.