25/08/2026
Fleischmann-Hoagie
Ein kräftiges, saftiges Fleischsandwich für hungrige Reisende, Handwerker und Abenteurer.*
Zutaten für 2 Hoagies
2 längliche Brötchen oder Hoagie-Brote
250 g Rindfleisch, dünn geschnitten
100 g Kochschinken
100 g würziger Käse, z. B. Cheddar oder Gouda
1 kleine Zwiebel
1 kleine Paprika
2 EL Butter oder Öl
2 EL Senf
2 EL Mayonnaise
1 TL Honig
einige Blätter Salat
1 Tomate
Salz und schwarzer Pfeffer
½ TL Knoblauchpulver
optional: etwas scharfer Pfeffer oder Cayenne
Zubereitung
1. Fleisch bereiten
Schneidet das Rindfleisch in feine Streifen. Erhitzt Butter oder Öl in einer eisernen Pfanne und bratet darin Zwiebel und Paprika, bis sie weich und leicht gebräunt sind.
Gebet nun das Fleisch hinzu und bratet es bei kräftiger Hitze kurz an. Würzet mit Salz, Pfeffer und Knoblauch.
2. Die Fleischfüllung vollenden**
Legt den Schinken auf das heiße Fleisch und bedeckt alles mit dem Käse. Lasset den Käse schmelzen, sodass er sich mit Fleisch, Zwiebeln und Paprika verbindet.
3. Die Sauce**
Verrühret Senf, Mayonnaise und Honig zu einer würzig-süßen Sauce. Wer es feuriger liebt, gebe eine kleine Prise Cayenne hinzu.
4. Das Hoagie füllen**
Schneidet die Brote längs auf und röstet sie kurz an. Bestreichet sie mit der Sauce und legt Salat und Tomatenscheiben hinein.
Gebet nun reichlich von der warmen Fleisch-Käse-Mischung darauf und verschließet das Brot.
Zum Auftischen
Den Fleischmann-Hoagie** reiche man heiß und wohl gefüllt, am besten mit knusprigen Kartoffelspalten oder eingelegtem Gemüse.
Des Fleischmanns Rat:
„Ein Hoagie ist erst dann ein rechter Hoagie, wenn beim ersten Biss der Käse schmilzt, das Fleisch tropft und man sich fragt, weshalb man nicht gleich zwei gemacht hat.“
24/08/2026
Der August – die große Ernte
Im August beginnt die Getreide- und Obsternte: Weizen, Gerste, Äpfel und Birnen sind endlich reif.
Die Bauern freuen sich – zumindest so lange, bis sie feststellen, dass das ganze Zeug auch noch vom Feld in die Scheune muss.**
Der Knecht schaut auf den riesigen Getreidehaufen und fragt:
„Meister, wann sind wir fertig?“
Der Bauer antwortet:
„Wenn die Ernte vorbei ist.“
„Und wann ist das?“
„Wenn wir keine Lust mehr haben, darüber zu reden.“
So gilt im August: Die Früchte sind reif, das Korn ist golden – und der Bauer ist müde.
23/08/2026
Neues aus den Givenländern
„Auf die kommenden Wochen kommt es an“ – Wagenbauermeister Blume fordert Gefolgschaft
Aus der Markgrafschaft Eldorian, Zarathors und Nachtveil**
Eine schwere Zeit zieht über die Zünfte der Wagenbauer. Meister Blume, oberster Lenker des großen Wagenbauer-Konzerns, hat seine Gesellen und Arbeiter zu Geschlossenheit aufgerufen. Die Lage des mächtigen Unternehmens sei so ernst wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Auf die kommenden Wochen kommt es an. Alle müssen mitziehen.“, sprach Blume vor seinen Leuten. „Wir haben den größten Erneuerungsplan in der Geschichte unseres Wagenhauses begonnen.“
In den Schenken und Handelshäusern wird bereits vom „Showdown der Wagenbauer“** gesprochen. Die nächsten Jahre, so heißt es, würden entscheiden, welche Wagenhäuser im Wettstreit der Königreiche bestehen und welche von der Straße des Handels verschwinden werden.
Eine Krise, wie sie die Zünfte lange nicht sahen
Nach den Worten des Wagenbauermeisters haben sich die Zeiten grundlegend gewandelt. Alte Handelswege seien unsicher geworden, Zölle und neue Vorschriften belasteten die Kaufleute, während aus fernen Ländern immer mehr Wagen zu niedrigeren Preisen auf die Märkte Given drängten.
Die Welt der Wagenbauer befindet sich in einer gewaltigen Krise. Und unser Wagenhaus steht mitten darin.**“
Geopolitische Streitigkeiten, geschlossene Handelswege, schwache Märkte und der erbitterte Wettbewerb der fremden Wagenmacher würden das Unternehmen vor gewaltige Herausforderungen stellen.
Fünfzigtausend Arbeitsplätze in Gefahr
Besonders groß ist die Sorge unter den Arbeitern. Nach Angaben des Wagenbauer-Konzerns sollen in den kommenden Jahren weltweit bis zu **50.000 Stellen** gestrichen werden.
Die Führung will damit die hohen Kosten des Wagenhauses senken und die Kassen wieder füllen. Doch für viele Familien bedeutet dies die Furcht, dass Vater, Mutter, Sohn oder Tochter schon bald ohne Arbeit und Lohn dastehen könnten.
Besonders aufmerksam werden daher die großen Werke in Zarathors, der Markgrafschaft Eldorian und Nachtveil beobachtet. Dort arbeiten tausende Schmiede, Stellmacher, Mechaniker, Händler und andere Handwerker für den Wagenbauer.
Große Versammlungen in den Werkhöfen
Für die kommende Woche wurden mehrere außergewöhnliche Versammlungen der Arbeiterschaft angekündigt. Meister Blume will persönlich in Wohlfahrt, in der Markgrafschaft Eldorian und in Zarathors vor die Belegschaften treten.
Die Arbeitervertretungen verlangen derweil genaue Kunde darüber, welche Werkstätten geschlossen und welche Stellen gestrichen werden sollen.
Viele Beschäftigte warten daher mit Sorge auf die Worte des Wagenbauermeisters.
Streit um die Arbeitszeit
Auch die Länge des Arbeitstages sorgt für Streit.
Minister Michael Kassenwart aus dem kaiserlichen Adelshaus Winter hatte vor einigen Wochen erklärt, die bisherige 35-Stunden-Woche passe nicht mehr zu den Anforderungen der neuen Zeit.
Blume widersprach jedoch einer einfachen Verlängerung der Arbeitswoche. Die Arbeit in den Schichten sei bereits schwer und zehre an den Kräften der Menschen.
Gerade die Arbeiter in Zarathors hätten in den vergangenen Monaten große Opfer gebracht. Viele übernähmen zusätzliche Schichten und arbeiteten längst 39 Stunden in der Woche oder noch mehr.
Eine weitere Verlängerung könne am Ende sogar dazu führen, dass weniger Arbeiter gebraucht würden.
Wenn einige länger arbeiten, braucht man am Ende weniger Hände. Und dann verlieren noch mehr Menschen ihren Broterwerb.**“, warnte Blume.
Die Zukunft des Wagenbauer-Reiches
So stehen die Wagenbauer Given vor einem Scheideweg. Die Herren des Konzerns verlangen Sparsamkeit, neue Werkweisen und größere Anstrengungen. Die Arbeiter hingegen fürchten um ihre Werkstätten, ihren Lohn und die Zukunft ihrer Familien.
In den kommenden Wochen werden sich daher die Tore der großen Wagenwerke öffnen und die Belegschaften zusammenkommen.
Ob der große Wagenbauer-Konzern seine Krise überwinden kann oder ob ganze Werkhöfe verstummen, wird sich erst noch zeigen.
Eines aber scheint gewiss: Die nächsten Wochen werden über das Schicksal vieler tausend Arbeiter in den Ländern Given entscheiden.**
22/08/2026
Terra und die Gabe des Ackerbaus
Eine der ältesten Überlieferungen aller Völker von Given erzählt von der Zeit, als die Welt noch jung war.
Damals lebten Menschen, Zwerge und die anderen Völker als Jäger und Sammler. Sie folgten den Herden, sammelten Wurzeln und Beeren, und hatten keine Heimat, die länger als ein Lagerfeuer hielt.
Da stieg Terra unter sie herab. Er nahm eine Handvoll wildes Korn, drückte es in die dunkle Erde und sprach:
Wartet.
Als aus dem Boden Halme wuchsen, lehrte er sie alles, was sie nicht wussten: Wie man den Boden bricht, wie man Samen sät, wie man das Feld bestellt und bewässert, und wie man aus den geernteten Körnern durch Mahlen und Feuer Brot macht.
Die Gabe des Ackerbaus war mehr als nur Nahrung. Sie war ein Versprechen.
Durch Terras Wissen mussten die Völker nicht mehr wandern. Sie konnten bleiben. Wo zuvor nur Zelte standen, legten sie an fruchtbaren Orten die ersten Felder an. Aus den Feldern wurden Kornkammern. Aus den Kornkammern wurden Dörfer. Aus den Dörfern wurden Siedlungen, und aus den Siedlungen schließlich die großen, blühenden Reiche von Given.
Deshalb nennen die Priester Terras ihn bis heute den Vater des Ackerbaus und Begründer der ersten Siedlungen. Und in ihren Tempeln steht über jedem Kornspeicher und jedem Feldaltar sein Wort geschrieben:
Wo ein Samen in die Erde fällt, beginnt ein neues Zeitalter.
21/08/2026
Steckbrief der Quinoa
Name der Pflanze: Quinoa
Wissenschaftlicher Name:
Chenopodium quinoa
Art und Geschlecht der Pflanze:
Eine krautige Pflanze aus dem Geschlechte der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Obwohl ihre Samen wie Getreide verwendet werden, ist sie kein echtes Getreide, sondern ein sogenanntes Pseudogetreide.
Gestalt und Erscheinung
Die Quinoapflanze wächst aufrecht empor und kann eine stattliche Höhe erreichen. Ihre Blätter tragen je nach Sorte grüne, rötliche oder violette Farben.
An den oberen Teilen der Pflanze erscheinen zahlreiche kleine Samen, die dicht in Rispen beieinanderstehen. Diese Körner sind es, welche der Mensch seit uralten Zeiten sammelt und als Nahrung verwendet.
Maß und Wuchs
Wuchshöhe: etwa 1 bis 2,5 Schritt
aufrechter Wuchs
zahlreiche kleine Samen in großen Rispen
Herkunft und Reich
Wohnstatt und Anbau
Quinoa gedeiht selbst dort, wo andere Ackerpflanzen große Mühe haben.
Sie wächst in Höhen von etwa 2.500 bis 4.000 Schritt über dem Meer und vermag auch auf kargen und nährstoffarmen Böden zu gedeihen.
Kälte, Trockenheit und die harten Winde der Berge vermag sie besser zu ertragen als viele andere Nutzpflanzen.
Speise und Nutzen
Die kleinen Samen werden wie Getreide verwendet und können:
gekocht werden
zu Mehl gemahlen werden
zu Flocken verarbeitet werden
als Ersatz für Getreide dienen
Auch die jungen Blätter können mancherorts als Gemüse verspeist werden.
Nährende Kräfte
Die Samen der Quinoa gelten als besonders nahrhaft.
Sie enthalten reichlich:
Eiweiß
Ballaststoffe
Eisen
Magnesium
Besonders bemerkenswert ist, dass ihr Eiweiß ein vollständiges Aminosäurebild besitzt. Zudem ist Quinoa frei von Gluten.
Vermehrung
Die Quinoapflanze wird durch ihre Samen vermehrt.
Die Bauern säen diese in die Erde, worauf nach einiger Zeit neue Pflanzen aus dem Boden hervorgehen.
Besondere Merkmale
zählt zu den Pseudogetreiden
äußerst widerstandsfähig gegen Kälte und Trockenheit
gedeiht selbst in großer Höhe
vermag auf kargen Böden zu wachsen
seit Jahrtausenden eine wichtige Nahrungspflanze der Andenvölker
wird in der heutigen Zeit vielerorts als besonders wertvolle Nahrung geschätzt
Lebensspanne
Als Kulturpflanze wird Quinoa gewöhnlich einjährig angebaut.
Nach der Reife der Samen stirbt die Pflanze ab und wird vom Bauern geerntet.
Gefährdung
Die Quinoapflanze selbst gilt nicht als gefährdet.
Einige alte und traditionelle Sorten sind jedoch selten geworden.
Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und ihres hohen Nährwertes besitzt sie große Bedeutung für die Ernährung vieler Völker.
„Auf den hohen Bergen, wo die Luft dünn und die Erde karg, wächst dennoch das Korn der Ausdauer. Quinoa trotzt Frost und Dürre und schenkt dem Völkern von Given Nahrung, wo andere Pflanzen längst verdorren.“
Ende des Eintrags über die Quinoa, das Korn der hohen Berge.
20/08/2026
90. bis 119. Billionstes Jahr n. d. Legende – Pyromon: Das Ende der Auslandswege Im ausgehenden Alten Reich kommt der einst rege Fernhandel Pyromons nahezu vollständig zum Erliegen. Die bedeutenden Handelswege in die fremden Länder, auf denen über Jahrtausende Wohlstand und Wissen in das Reich geflossen waren, scheinen in dieser Zeit allmählich zu versiegen. Als letzter Paharo des Alten Reiches gilt Kartusche II. Sein Name ist bis in die Gegenwart überliefert durch mehrere Inschriften, die unter anderem in Schwarm Byblos geborgen wurden. Sie gehören zu den wenigen gesicherten Quellen dieser Spätzeit und bezeugen bereits den Niedergang der alten Handelsmacht.
Mit dem Abbruch der Wege verlor das Reich eine wesentliche Grundlage seines Reichtums. Waren, die zuvor aus fernen Ländern eingeführt worden waren, wurden selten und verschwanden schließlich ganz von den Märkten. Zugleich verblassten die einst engen Verbindungen zu den benachbarten Reichen.
Die Inschriften Kartusches II. gelten daher als die letzten Zeugnisse des Alten Reiches von Pyromon. Sie markieren nicht nur das Ende einer Dynastie, sondern den Übergang in eine neue Epoche, die von Abschottung, innerem Zerfall und tiefgreifenden politischen Umbrüchen geprägt war.
15/08/2026
Als AER erkannte das die Welt Given ohne Terra Segen zugrunde gehen würde schickte er Partus in die Unterwelt. Mors musste Bertada eine Königin der Menschen des Adelgeschlecht Frühlings Doch Bertada hatte bereits Nahrung aus der Unterwelt gegessen – einige Granatapfelkerne. Deshalb musste sie einen Teil des Jahres bei Mors bleiben. So entstand die Erklärung für die Jahreszeiten: Bertada kehrt zu Terra zurück. Terra freut sich. Die Pflanzen wachsen und die Erde blüht. Bertadageht zurück in die Unterwelt. Terra trauert. die Natur ruhrt und die felder werden karg.
14/08/2026
Steckbrief der Kartoffel
Name der Pflanze:
Kartoffel
Wissenschaftlicher Name:
Solanum tuberosum
Art und Geschlecht der Pflanze:
Eine Acker- und Kulturpflanze aus dem Geschlechte der Nachtschattengewächse (*Solanaceae*).
Gestalt und Erscheinung
Die Kartoffelpflanze ist ein niedriges, krautiges Gewächs mit grünen Blättern.
Im Sommer trägt sie zarte Blüten, welche weiß, violett oder rosafarben sein können.
Das größte Wunder aber verbirgt sich unter der Erde: Dort wachsen ihre runden oder länglichen **Knollen**, welche dem Menschen als Nahrung dienen.
Maß und Wuchs
Höhe der Pflanze: etwa 30 bis 100 Zentimeter
Unter der Erde wachsen die nahrhaften Knollen
Herkunft und Reich
Die Kartoffel stammt ursprünglich aus den hohen Landen .
Erst seit dem 16. Jahrhundert gelangte sie durch die Seefahrer nach Given und wurde allmählich auf den Äckern der Menschen heimisch.
Heute wird sie in vielen Reichen der Welt angebaut.
Wohnstatt und Anbau
Die Pflanze gedeiht besonders gut in gemäßigten Landen.
Sie liebt lockere, fruchtbare Erde und einen Acker, in welchem ihre Knollen tief im Boden wachsen können.
Gabe und Nutzen
Die Knolle der Kartoffel ist eine wichtige Speise des Volkes und kann auf vielerlei Weise zubereitet werden:
gekocht
gebraten
gebacken
zu Brei verarbeitet
zu Stärke verarbeitet
zur Herstellung geistiger Getränke verwendet
Sie vermag den Menschen zu sättigen und ist daher von großem Wert für die Vorratskammern eines Reiches.
Nährende Kräfte
Die Knolle enthält vornehmlich Stärke und andere Kohlenhydrate**.
Ferner finden sich darin Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe.
Sie ist von Natur aus arm an Fett und daher eine nahrhafte Speise für Bauern, Reisende und Soldaten.
Vermehrung
Am häufigsten wird die Kartoffel durch ihre Knollen vermehrt.
Man setzt eine Knolle oder ein Stück davon in die Erde, worauf aus ihr eine neue Pflanze hervorgeht.
Auch durch Samen vermag sie sich fortzupflanzen, doch wird diese Art von den Bauern weit seltener genutzt.
Besondere Merkmale und Warnung
Die Kartoffel ist eine nützliche Pflanze, doch soll der kundige Mensch wohl auf ihre Farbe achten.
Grüne Stellen an der Knolle können Solanin enthalten und sind giftig.
Darum soll man grüne oder verdorbene Kartoffeln nicht achtlos verzehren.
Lebensspanne
Als Ackerpflanze lebt die Kartoffel gewöhnlich nur **ein Jahr**.
Nach der Reife der Knollen stirbt das oberirdische Kraut ab, während die Knollen im Erdreich auf ihre Ernte warten.
Gefährdung und Krankheit
Die Kartoffel selbst gilt nicht als gefährdet und wird in großer Zahl von Menschen angebaut.
Doch kann sie von Krankheiten heimgesucht werden, allen voran der gefürchteten Krautfäule**, welche ganze Felder verderben kann.
So spricht das alte Kräuterbuch
Was über der Erde grünt, mag unscheinbar erscheinen; doch tief unter dem dunklen Erdreich verbirgt sich der Schatz, der den Hunger des Volkes stillt.
Ende des Eintrags über die Kartoffel, die verborgene Knolle des Ackers.
12/08/2026
Im 119. und später im 89. Billionsten Jahr nach der Legende
In Vespertilo begann sich in dieser Epoche die Lebensweise der Völker grundlegend zu wandeln. Der Gebrauch von Keramik breitete sich aus, während Ackerbau und verschiedene Formen einer zunehmend festen Sesshaftigkeit entstanden. Aus den einst überwiegend wandernden Gemeinschaften entwickelten sich dauerhafte Siedlungen, deren Größe und Bedeutung mit der Zeit stetig zunahmen.
Auch die Jagd erfuhr bedeutende Veränderungen. Mit der Einführung der Speerschleuder (Atlatl) konnten Jagdspeere über größere Entfernungen und mit höherer Wucht geworfen werden. Später setzte sich auch Pfeil und Bogen durch, wodurch die Jagd noch vielseitiger und wirkungsvoller wurde.
Besonders stark verdichtete sich die Bevölkerung im Norden Vespertilos, vor allem in den Gebieten rund um die Großen Seen. Auch entlang der Küsten entstanden zahlreiche größere Siedlungen, begünstigt durch den Zugang zu Fischgründen, fruchtbaren Böden und wichtigen Handelswegen.
Weitere bedeutende Siedlungsräume bildeten sich im Südwesten Vespertilos, wo günstige Landschaften die Entwicklung dauerhafter Gemeinschaften ermöglichten.
So entstanden allmählich die ersten größeren Siedlungsgebiete Vespertilos. Keramik, Ackerbau, Sesshaftigkeit und verbesserte Jagdwaffen legten damit den Grundstein für die späteren Kulturen und Reiche des Landes.