28/09/2026
Ich trainiere seit vielen Jahren mit Menschen und je länger ich das tue, desto weniger sehe ich Training als rein körperlichen Prozess.
Natürlich braucht Training einen physiologisch wirksamen Reiz: Progression, Belastungssteuerung, Regeneration und eine sinnvolle Übungsauswahl.
Aber dir Anwesenheit anderer Menschen, gemeinsame Bewegung, Rhythmus, Kommunikation sowie das Erleben von Sicherheit und Zugehörigkeit können autonome und emotionale Regulationsprozesse beeinflussen.
In der Psychophysiologie wird in diesem Zusammenhang unter anderem von sozialer bzw. interpersoneller Co-Regulation gesprochen.
Gleichzeitig können soziale Unterstützung, Verbindlichkeit und ein gemeinsamer Trainingskontext die Adhärenz fördern und damit einen der entscheidenden Faktoren für langfristige Trainingseffekte.
Vielleicht liegt genau darin für mich die Effizienz von Gruppentraining:
Ein guter Trainingsreiz trifft auf professionelle Steuerung, soziale Regulation und langfristiges Dranbleiben.
Denn Training wirkt nicht nur durch das, was wir tun – sondern halt auch dadurch, wie regelmäßig und in welchem Kontext wir es tun. ❤️