05/07/2026
🏔️ Alte Militärstraßen neu zu entdecken, ist meine Passion.
Nach über 25 Jahren auf schweren technischen Singletrails unterwegs, habe ich in den letzten zehn Jahren auch als Reisejournalist alte Militärstraßen, Militärwege und Maultierpfade für mich entdeckt.
Viele dieser Wege entstanden zwischen 1931 und 1942 im Zuge des Baus des italienischen Vallo Alpino. Sie dienten einerseits dazu, Bunker und Sperrwerke zu erschließen aber auch Jöcher, Scharten und geeignete alpine Übergänge militärisch zu sichern.
Ich konzentriere mich aktuell auf Militärwege in den Ostalpen und im Tessin. Dafür studiere ich Karten und Satellitenbilder, recherchiere in historischen Quellen, spreche mit Einheimischen, plane die Befahrung und dokumentiere die Wege gleichzeitig fotografisch und mit GPS.
Mit einem guten eMTB und entsprechender Fahrtechnik lassen sich viele dieser Wege heute noch erstaunlich gut befahren, sofern sie nicht zu stark verfallen oder mutwillig beschädigt wurden. Gerade ihr zunehmender Verfall stimmt mich traurig. Es sind beeindruckendste Meisterwerke alpiner Wegebauarchitektur.
Besonders die Trockensteinmauern, mit denen Hänge abgestützt und Kehren angelegt wurden, beeindrucken mich immer wieder. Viele dieser Bauwerke sind heute fast 100 Jahre alt und für uns da – ein eindrucksvolles Zeugnis der Ingenieurs- und Handwerkskunst jener Zeit.
Besonders beeindruckend ist, dass sie ohne GPS und ausschließlich anhand von Karten und Begehungen geplant wurden. Offiziere und Ingenieure des Genio Militare legten den Wegeverlauf fest. Manche Wege wurden so geschickt in die alpine Hochlandschaft eingefügt, dass sie selbst heute noch erstaunlich lawinensicher sind. Frühjahrs- und Nassschneelawinen können sie kaum beschädigen. Anders ist es wenn Schuttablagerungen, Hangrutschungen oder Hangdruck Wege verschütten oder Trockenmauern beschädigen. Aber auch hier ist es schade, dass niemand eine Sanierung dieser Meisterwerke in Betracht zieht. Wir geben in der EU soviel Geld für Leader Projekte aus, warum nicht auch ein Projekt zur Restaurierung und Bewahrung dieser Wege?
Nach der Trassierung erfolgte der Bau überwiegend durch zivile Arbeiter unter militärischer Leitung. Aufgrund der Höhenlage war dies nur während der schneefreien Monate möglich. Die Baustellen galten damals als begehrte Arbeitsplätze, da Bezahlung durch lokale Firmen und insbesondere die Verpflegung für die damalige Zeit vergleichsweise gut waren.
Die gleichmäßige Trassierung mit meist nur 8 bis 12 Prozent Steigung ermöglichte es damals auf den breiteren Wegen Nachschub sicher in die Hochlagen zu bringen. Auf den schmäleren, aber oft ebenso hervorragend gebauten Maultierpfaden übernahmen Maultiere oder Haflinger den Transport. Vor allem dort, wo sie in steile Hänge gebaut wurden, können sie fahrtechnisch durch viele Kehren ausgesprochen anspruchsvoll und ausgesetzt sein.
Genau diese durchdachte Linienführung im alpinen Gelände macht sie heute zu idealen Routen für versierte Mountainbiker.
Leider bleiben auch diese historischen Bauwerke nicht von mutwilliger Beschädigung verschont. Der untere Abschnitt dieses Weges wurde, wie auf den Bildern in den Kehren gut zu erkennen ist, durch Motocrossfahrer erheblich beschädigt. Eine Beobachtung, die ich leider immer öfter mache: Gerade in Italien sind diese historischen Wege bei Motocrossfahrern sehr beliebt und werden vielerorts rücksichtslos befahren. Solche Bauwerke verdienen aus meiner Sicht mehr Respekt und einen sorgsamen Umgang.
Letztlich verbinden diese Wege Natur, Geschichte und Ingenieurskunst auf einzigartige Weise. Mein Plan ist es, eines Tages ein Buch über diese faszinierenden Militärstraßen zu veröffentlichen. Bis dahin werden hoffentlich noch viele Jahre vergehen ;)
27/06/2026
☀️🚵♂️🏔️ Momentan sind die Tage so lang, Feierabendrunden lassen sich gut zu kleinen Hochtouren kombinieren.
Ich liebe dieses magische Abendlicht am Alpenhauptkamm. 🌅 Über der Waldgrenze fühle ich mich einfach am wohlsten. Der Blick reicht weit über Täler, Bergketten und Gipfel bis zum Horizont. Dazu die Almrosenblüte 🌺, die den Bergen für wenige Wochen ihre ganz besondere Farbe verleiht.
Wenn die Sonne langsam hinter den Gipfeln verschwindet, kehrt Ruhe ein und die Berge zeigen sich von ihrer schönsten Seite.
⛰️ Ein neues Abenteuer ruft bereits – der nächste Gipfel ist schon geplant. 🚀
23/06/2026
Welcome to Rutschistan 🪨😅😝
Schöner Bike & Hike am Zillertaler Hauptkamm und eigentlich lässiger Gipfel, hätt ned am Gipfelaufbau eine Mure den Aufstiegsweg zertrümmert.
Quasi volatiles Gelände, Schutt, Blockwerk und ein paar kurze Trage- und Schiebepassagen. Das PX schultern? Null Problemo. Es wiegt ned viel.
Manchmal sind die Touren mit den kleinen Hindernissen die, die am lässigsten sind. 🎯🚀🏔️
16/06/2026
🚵♂️ 980 km und über 45000 Höhenmeter später: Das Amflow PX mit FP700-Akku und Schnellladefunktion ist bei mir im Dauereinsatz – es macht einfach unglaublich viel Spaß.
Meist fahre ich im Eco- oder Automodus – perfekt für lange Tage im Sattel und starke Reichweiten. Den Trail-Modus nutze ich nur in steilen oder technischen Passagen, wenn Schwung und maximale Kontrolle gefragt sind und Gewackel keine Option ist.
Fly und Aggro? 🚀 Spaß-Modi, die nur selten zum Einsatz kommen – etwa bei tiefem Schnee, Sand oder auf der Flucht vor einem Gewitter.
Nach vielen Jahren auf unterschiedlichsten E-MTBs steht für mich fest: Leichte Full-Power-E-Bikes sind aktuell das Spannendste am Markt. ✨ Mit nur 21,4 kg fährt sich das Bike spürbar agiler, natürlicher und verspielter als schwerere Alternativen.
⛰️ Im anspruchsvollen alpinen Gelände macht das den Unterschied: Enge Kehren, schnelle Richtungswechsel und Hindernisse gelingen leichter, selbst nach vielen Stunden auf dem Bike.
Auch die Schiebehilfe des Avinox-Antriebs setzt für mich Maßstäbe – sofort da, durchzugsstark ohne Gestotter, präzise und verlässlich in schwierigen Situationen, und dank ergonomischer Bedienung auch auf langen Schiebepassagen komfortabel.
Mein Wunsch für 2027 und 2028? Mehr leichte, schlanke Full-Power-E-Bikes mit ordentlicher Reichweite – sie sind die Zukunft. 🚴♂️⚡
30/05/2026
Nach 42 Touren, 716 km und 37.114 HM seit 11. April bin ich mit meinem AMFLOW PX von Bikebow superzufrieden. Trotz einiger langer Talrunden mit wenig HM ein alpines Fahrprofil mit rd. 54 HM/km.
Gemeinsam mit Bikebow haben wir das PX konsequent auf Big-Mountain-Alpineinsatz custom umgebaut. Die 2050 g leichte 160-mm-Lyrik Ultimate sorgt für exzellente Traktion und hohen Komfort, während der Super Deluxe RC2T Linear XL Dämpfer ein sattes, fast coil-artiges Fahrgefühl bietet.
Besonders beeindruckt mich die Vielseitigkeit des PX:
✅ Klettert in der langen Kettenstreben-Einstellung hervorragend.
✅ 190 mm Drop Sattelstütze – bergab wie bergauf ein echtes Sicherheitsplus.
✅ SRAM Transmission mit SmoothShift möchte ich nicht mehr missen. Schalten im Rollen ohne Pedalieren – genial vor Schlüsselstellen.
✅ Der standfeste Avinox-Antrieb bietet enorme Leistungsreserven und stabilisiert technische Uphills bei Bedarf durch höheres Grundtempo spürbar.
✅ Gleichzeitig lässt sich der leise Motor feinst dosieren und modulieren.
✅ App-Integration, Onboard Navigation und Connectivity mit DJI Action Cams ist hervorragend.
⚡ Die Schnellladefunktion des FS700-Akkus macht bei entsprechender Planung sehr große Touren möglich.
Der sehr hitzefeste 700er Akku verlangt allerdings Disziplin. Wer die enorme Leistung des Avinox permanent abruft, tauscht Reichweite gegen Geschwindigkeit. Ich fahre deshalb den Großteil der Touren in einem effizienten und dennoch angenehm fahrbaren Eco-Setup und nutze Trail oder Turbo gezielt für steile technische Passagen. So stehen selbst nach vielen Höhenmetern noch genügend Reserven zur Verfügung, wenn am Gipfelfinale die wirklich anspruchsvollen technischen Uphillpassagen warten.
⚖️ Mit 21,7 kg inklusive Pedalen, Alu-3OX-Lenker, OE-Alu-Laufradsatz, Freeride-Schläuchen, Gustav Pro, Conti Kryptotal Freeride Reifen und schwerer Stahlkassette ist das PX leicht und agil – und das spürt man den ganzen Tag auf dem Trail.
Ende-Mai-Fazit: Das iPhone unter den E-MTBs. Leicht, stark, effizient, enorm vielseitig und optisch gelungen. Für meinen alpinen Einsatzbereich eines der besten E-MTBs, die ich bisher gefahren bin.
01/05/2026
Die Gustav M ist zurück!!!! - zumindest fühlt es sich so an. 🔥
Vor 20 Jahren war die Gustav M die erste Bremse, die bei unseren alpinen Vertrides rund um Innsbruck nicht aufgegeben hat. Die Gustl (Gustav Pro) am AMFLOW PX knüpft genau da an, und vorne mit 220 mm MDR-P ist sie einfach supergut.
Extrem kraftvoll, dabei sehr gut dosierbar und nicht digital. Kein Druckpunktwandern.
Ich komme mit den Hebeln (große Hände) sehr gut klar. Die Hebelweitenverstellung ist etwas schwergängig, aber intuitiv.
Was überzeugt u.a.:
40 % größere Beläge mit ordentlicher Dicke.
An Bremsleistung fehlt es hier definitiv nicht – und mit den optionalen MDP 13 SILVER und den noch aggressiveren MDP 13 YELLOW wird die Gustl sogar noch stärker werden.
Setup:
Vorne: MDR-P 220 mm (2.0 mm) → viel Reserve
(Dank großem Ölvolumen problemlos statt einer 2.5 mm MDR-S fahrbar)
Hinten: 203 mm (MDR-S, 2.5 mm) → extrem standfest
(Hallsensor-Schlitze wirken wie zusätzliche Belüftung – aktuell kein Bedarf für 220 mm)
Ich bin kein Leichtgewicht (~100 kg inkl. Rucksack) – aber auf einer Südtiroler 1000 HM Steil-Vertride Abfahrt auf griffigem Waldboden, bei der Serpentine an Serpentine gereiht ist und du jederzeit punktgenau stehen bleiben musst:
👉 Die Gustl hat perfekt performt 💪👏🙌.
Kleiner Insider: Unter hoher Last vorne kommt auch hier das typische MT7-Zirpen mit der MDR-P 220, man hört es eh im Video 😄
Fazit:
Riesenfreude!! 😍 Gustav Pro: Power, Kontrolle, Standfestigkeit – alles da. Es gibt überhaupt keinen Grund irgendeine Maven mit wanderndem Druckpunkt an das AMFLOW zu schrauben… Gut gemacht, AMFLOW!
Stats:
370 km
17 Touren
24320 hm
12/04/2026
Ich schau gerne auf meine Zeit mit Simplon seit 1998 und insbesondere seit 2017 als Gründer und Leiter des eMTB Factory Teams zurück – viele spannende Jahre mit intensiven Entwicklungen und großartigen Erfahrungen. 🙏 Ein besonderer Dank geht hier an , , Yannick Brandl, Markus Gattermaier, Tom Meisl, Helmut Kierok, Sophia Hofer, Doris Egerer und viele mehr…
Ein herzliches Dankeschön an Claus und Stefan von Bosch – ich freu mich, weiterhin verbunden zu bleiben und als externer Berater bei auch künftig neue Bosch-Bikes aus dem Sortiment zu testen 🛠️⚙️📐und meine Eindrücke in den Verkauf einfließen zu lassen.
Mit der erneuerten Partnerschaft mit BikebowHall in Tirol 🤝 fahre ich 2026 das PX (und PR) 🚴
Den M2S Motor nutze ich bewusst in moderaten Stufen. Mir geht es vielmehr um die Systemintegration, Innovation, Connectivity mit Kameras (in denen unsere Speichermedien laufen) aber auch Dinge wie das geringe Gewicht, Einstellbarkeit, die gelungene Geometrie, das schlanke Design, und super Handling des PX Carbon im Hochalpinen Bereich.
Ein großer Dank geht an Werner, Charlie, Joe, Martl, Zocchi, Tobi und Harry – Team Bikebow. 🙌 Ich freu mich riesig auf die gemeinsame Saison!
Freut euch auf viele Eindrücke, Tests und spannende Bikes aus verschiedenen Welten.
Support your local bike shop 🌇🎸