23/09/2026
Vergangenes Wochenende habe ich als GASTdozentin in sanely - Yoga in Augsburg eine zauberhafte Klasse von angehenden Yogalehrenden unterrichtet. Es ging um Chakren, Nadis, die Koshas, Meditation und Kundalini Yoga. Um feinstoffliche Anatomie, Wahrnehmung und Spiritualität.
Und es ging noch um etwas anderes: Um die Freiheit, den eigenen Yogaweg zu finden ☺️
In einer Ausbildung kann ich Wissen vermitteln. Ich kann Traditionen und Konzepte erklären. Ich kann Räume schaffen, in denen wir praktizieren, ausprobieren, hinterfragen und tief erfahren dürfen.
Aber ich möchte keine Yogalehrer:innen ausbilden, die Kopien ihrer Lehrer:innen werden. Ich möchte einen Werkzeugkasten öffnen.
Darin dürfen Asana und Anatomie genauso ihren Platz haben wie Pranayama und Meditation. Chakren und Nadis genauso wie Mobility und ein sinnvoller körperlicher Aufbau einer Stunde. Philosophie, Spiritualität, Stille, Bewegung, Kraft, Atem und Wahrnehmung.
Wir dürfen jedes dieser Werkzeuge kennenlernen und erfahren.
Und dann? Dann darf jede:r herausfinden:
Was davon ist meins? Was berührt mich? Was kann ich authentisch weitergeben? Und was vielleicht auch nicht?
Es wird Yogalehrer:innen geben, die einen Raum öffnen und Menschen mit ihrer Spiritualität tief berühren.
Und es wird Yogalehrer:innen geben, die eine körperlich unglaublich gute Yogastunde unterrichten. Fundiert, klar und ganz ohne spirituelle Sprache.
Und es wird viele geben, die irgendwo dazwischen ihren ganz eigenen Weg finden. Nichts davon macht jemanden zu einem „besseren“ Yogalehrer.
Für mich bedeutet Ausbildung deshalb nicht:
„So musst du Yoga unterrichten.“ Sondern:
„Das alles kann Yoga sein. Lerne es kennen. Erfahre es. Hinterfrage es. Und dann finde heraus, was durch DICH authentisch weitergegeben werden möchte.“
Es ist genau die Art von Yogalehrerin, die ich selbst bin:
Eine, die einen Werkzeugkasten weitergibt und den Menschen die Freiheit lässt, daraus ihren eigenen Yogaweg zu bauen. 🤍
Love,
Taj Shabad