24/09/2026
Mit 23 war ich richtig stolz darauf, wie viel ich tragen konnte. Immer die, die funktioniert, immer die, die alles im Griff hat.
Und tief in mir drin ein Teil, der glaubte, nur so überhaupt genug zu sein. 💔
Also habe ich einfach weitergemacht. 👇
Was sich unangenehm anfühlte, habe ich weggeschoben, weil dafür gerade keine Zeit war.
Ich bin jahrelang morgens mit Kopfschmerzen aufgewacht, habe eine Tablette genommen und bin in den Tag gestartet, ohne mich ein einziges Mal zu fragen, warum.
(Kopfschmerzen gehören natürlich immer ärztlich abgeklärt.) Und trotzdem hat jedes Symptom seine Sprache und Botschaft 💌
Was ich damals nicht verstanden habe, hat mich am Ende zehn Jahre gekostet.
Erst als ich angefangen habe hinzuschauen, kam all das hoch, was ich so lange weggedrückt hatte.
Ich habe in dieser Zeit so viel geweint wie nie zuvor. Und ausgerechnet da, wo ich immer dachte, ich falle gleich auseinander, hat sich zum ersten Mal wirklich etwas gelöst.
Weggedrückte Gefühle verschwinden nämlich nicht, nur weil du weitermachst. Sie können im Körper bleiben und sich irgendwann zurückmelden, oft über etwas, das du dir mit dem Kopf gar nicht erklären kannst. ❤️🩹
Heute merke ich viel früher, wenn ich wieder anfange, etwas wegzuschieben. Mein Körper sagt es mir, und ich höre inzwischen hin, statt einfach drüberzugehen. Fühlen ist unbequemer als Funktionieren. Es verändert nur eben tatsächlich etwas.
Deshalb die eine Frage an dich: was drückst du gerade weg, damit du weiter funktionieren kannst? Schreib es mir gern in die Kommentare, wenn du magst. ♥️